ABEST

Asylum

Sieben Lieder, zwei mit deutschem Text, die restlichen fünf sind auf Englisch. Wahrhaben will man es vielleicht nicht, aber unser Ohr geht wohl mit der englischen Sprache etwas unkritischer um, bei ihr verzeiht man einfach mehr.

Schön ist es zwar, wenn Bands in ihrer Muttersprache singen, aber die Gefahr, hölzern zu klingen, wird damit größer, eher wird schlechtes Englisch akzeptiert. ABEST tappen genau in diese Falle, denn Zeilen wie „Risse in mir – Diffus: ein Schmerz zieht sich durchs Mark“ klingen derart unbeholfen, dass sie das Hörvergnügen extrem mindern würden, könnte man sie denn verstehen.

In der englischen Fassung sind sie zwar auch nicht wesentlich filigraner, klingen aber einfach besser. Also gut, dass Stephan und Joscha ihre Wut in unverständlichem Gebrüll artikulieren und damit den kantigen Knochenbau ihres gebrochenen Hardcore-Post-Metals nicht ruinieren.

Dieser weiß nämlich über weite Strecken zu gefallen. Viel Atmosphäre, kraftvolle, ingrimmige Stücke von komplexer Struktur, die den Hörer in den stärksten Momenten neben den eigenen Verstand stellen.