Reviews : AGNOSTIC FRONT / The American Dream Died :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 01.11.2019 neu abonniert, erhält auf Wunsch das neue REFUSED-Album „War Music“ (Spinefarm) auf CD als Prämie. (Versand ab 18.10. Solange Vorrat reicht.)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

CDs/LPs/Singles - Reviews

AGNOSTIC FRONT

The American Dream Died

Format: CD

Label: Nuclear Blast

Webseite

Wertung:


Man hasst sie oder liebt sie, aber sie sind wieder zurück. Die New York Hardcore-Mitbegründer und -Urgestein AGNOSTIC FRONT stehen mit ihrem elften Album in der mittlerweile 33-jährigen Historie der Band in den Startlöchern.

Dass sie den mit den Vorgängeralben „Warriors“ beziehungsweise „My Life, My Way“ eingeschlagenen Weg so brutal konsequent fortsetzen würden, hatte ich nach dem eher mittelmäßigem Album „Another Voice“ von 2002 kaum noch geglaubt.

Die Band um Sänger Roger Miret und Gitarrist Vinnie Stigma haut die 16 neuen Songs plus Intro so energievoll raus, wie es manche U20-Bands niemals hinbekommen würden. Dass ich angesichts der doch hohen Erwartungen nicht enttäuscht werde, erfüllt mich doppelt mit Freude.

Der Opener und Titeltrack „The American dream died“ ballert in eineinhalb Minuten durch die Boxen, gefolgt vom mächtigen „Police violence“, das in gerade mal 58 Sekunden an einem vorbeiknallt.

So geht es dann über den Halftime-Kracher „We walk the line“ hin zu „Enough is enough“ und „Social justice“. Textlich sind die New Yorker nicht unumstritten, allerdings finde ich es ziemlich wahnwitzig, der Band rassistische oder ähnliche Tendenzen zu unterstellen.

Ganz im Gegenteil, die düsteren Seiten des American Way of Life trifft die volle Ladung Wut und aufgestautes Unverständnis des NYHC-Flaggschiffes. Ich habe letztes Jahr von Bassist Mike Gallo schon ein paar Demos vorgespielt bekommen und fühlte mich gleich an AGNOSTIC FRONT-Klassikeralben erinnert, das Debüt „Victim In Pain“ und „Cause For Alarm“, paar Referenzen finden sich etwa bei „Only in America“ oder „A wise man“.

Auch „The American Dream Died“ wird irgendwann zum Klassiker werden, davon bin ich überzeugt. Produziert wurde das Album übrigens wieder von Rogers Bruder Freddy, der als Sänger von MADBALL für Furore sorgt.

Roger Miret selbst sagt über das neueste Werk: „Ich selbst und auch die Band waren noch nie so sehr von einem Album überzeugt. Es ist voller Wut, Zorn und Ehrlichkeit. Alle Zutaten für einen Klassiker! Die Aufnahmen waren sehr Intensiv und das Endresultat wird es allen zeigen.“ Da kann ich ihm nur beipflichten und bin gespannt, wie viele Songs von „The American Dream Died“ wir auf der ab Mai stattfindenden Europatour zu hören bekommen.

Für mich sind AGNOSTIC FRONT eine besondere Band. Sie begleiten mich seit den Achtzigern und heute verbindet mich eine Freundschaft mit den Jungs, die in gemeinsamen Auftritten und lustigen Partys in New York gipfelte.

Umso mehr freut es mich, dass sie es tatsächlich schaffen, sich immer wieder neu zu erfinden und trotzdem keinen Millimeter zurückweichen von dem, was sie einst mitbegründet haben. Ein eigener Sound und Rogers unverkennbare Stimme sorgen hier dafür, dass eine der besten Punkbands aller Zeiten eines ihrer besten Alben abgeliefert hat.

Sebastian Walkenhorst

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #119 (April/Mai 2015)

Kaufen

Passende Platten bei finestvinyl.de

Verwandte Links

Interviews

 

Reviews

Suche

Ox präsentiert

MESSED UP

MESSED UP sind vier Grrrls aus der Stadt Grodno nahe der polnischen und litauischen Grenze. Das Quartett gründete sich 2015 mit dem Willen, der Lethargie seiner postsowjetischen Heimat zu entfliehen und den sozialen Erwartungen und Zwängen der ... mehr