FOGH DEPOT

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FOGH DEPOT spüren auf ihrem Debüt nuancierte Innovationen im Jazz auf, die auch auf den Alben der schottischen HIDDEN ORCHESTRA zum Ausdruck gebracht werden. In breitgefächerter Instrumentierung sind es vor allem Klavier und Schlagzeug, die als Taktgeber fungieren.

„Sagittarius“ rammt das zackige Saxophon angeschrägt und ungespitzt in den Boden und wird nur vom folgenden „Orphan drug“ aufgehalten. Darin sind es synthetische Dissonanzen, die ein kurzes Innehalten ermöglichen, um in eine launische Bluesgitarren-Gratwanderung überzugehen.

„Nevalyashka“ ebnet einem filigranen Walzer den Weg, der von einer melancholischen Saxophon-Melodie verfolgt wird, bevor dieses in den letzten Sekunden den Faden verliert und Colin Stetsons experimentelle Tiefflieger nachzuahmen scheint.

Dass in der Danksagung an vorderster Stelle Thelonious Monk geführt wird, zeugt davon, dass auch die schwebenden, futuristischen Jazz-Tunes des Moskauer Trios einem Hang zum Traditionellen folgen.