ZEPP OBERPICHLER

Danke.

Da ist er wieder. Der Ruhrpott-Poet mit dem großen Herzen und der flinken Gitarre. Zepp Oberpichler legt mit „Danke.“ sein neues Album vor. Solo und direkt. Ein Mann und seine Axt. Das ist altersgemäß und hat viel Tiefgang.

Früher hat Oberpichler über viele Jahre bewiesen, dass er laut und hervorragend rocken kann, als er mit seiner Band JIMMY KEITH & HIS SHOCKY HORRORS oder an der Seite von Jeff Dahl durch die Lande zog und die Clubs der Republik beschallte.

Da braucht er heute keinem mehr etwas zu beweisen. Die Sporen hat er sich wacker verdient. Inzwischen ist Oberpichler vom wilden Rock’n’Roller in die Rolle des warmherzigen Geschichtenerzählers geschlüpft.

Und dass er etwas zu erzählen hat, merkt der Hörer gleich, wenn er in die kleinen Alltagsgeschichten und Liebesweisen eintaucht, die in jedem seiner Texte Einblicke ins Seelenleben des Poeten bieten.

Hier schreibt sich jemand sein Inneres ohne Schönfärberei oder unnötigen Pathos von der Leber weg von der Seele und untermalt das Ganze mit gekonnt filigranem Gitarrenspiel, verpackt in eingängige unaufdringliche Melodien.

Da passt dann sogar die Vertonung eines Gedichtes von Moritz Arndt ins Gesamtbild und reiht sich zwischen die selbstgeschriebenen und -komponierten Lieder hervorragend ein. Und so glauben wir Zepf Oberpichler gerne, wenn er singt: „Im Leben gibt es immer einen Moment, in dem alles ein letztes Mal möglich scheint.“