HUNDREDTH

Free

Vier Jahre haben sich HUNDREDTH Zeit gelassen für den Nachfolger des letzten Albums „Let Go“, zumindest, wenn man die beiden zwischenzeitlich veröffentlichten EPs mal außen vor lässt. Da mag manch einem sauer aufstoßen, dass „Free“ lediglich gute dreißig Minuten Musik beinhaltet, wenngleich eine gute Hardcore-Platte meines Erachtens nicht mehr Spielzeit benötigt.

Was auffällt: HUNDREDTH agieren ungleich heftiger als auf früheren Releases, preschen nach einem kurzen Intro mit brachialer Gewalt los und servieren härteste, wenn auch sehr melodische Hardcore-Kost.

Was die Band aus South Carolina hier mit ihren Gitarren anstellt, ist der Wahnsinn. Und dann wäre da ja auch noch das Organ von Shouter Chadwick Johnson, der Songs wie „Unravel“ oder „Break free“ mit seinem ergreifenden Gebrüll veredelt.

Wenn er in letztgenanntem Song „Things that make me /Sink back into my ways / Past and present / Grow and change“ schmettert, dann ist Gänsehaut garantiert. Fassen wir also zusammen: Gut waren HUNDREDTH schon immer, heute jedoch haben sie sich bei mir den Status „Lieblingsband“ im Bereich des Melo-Hardcore erspielt.

Uneingeschränkt zu empfehlen!