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CDs/LPs/Singles - Reviews

FRANÇOISE HARDY

s/t (1962)

Format: CD

Label: Light In The Attic

Webseite

Wertung:


Das ebenso wie der Nachfolger unbetitelte erste Album von Françoise Hardy war ein Meilenstein für den französischen Pop. Das Yéyé-Girl numero une aus Paris stießmit ihren eher an Rock’n’Roll britischer Bauart angelehnten Songs die oft nervtötende aufgeblasene Melodramatik des klassischen Chanson vom Sockel.

Mit eigenartig unterkühltem Charme und sehr kargen Arrangements begeistern die zwölf Nummern eines ungewöhnlich starken Debüts à la minute. Die Vorzeigenummer ist gewiss das beinahe obszöne „Temps de l’amour“, ein Song, ohne den April March gewiss niemals Karriere gemacht hätte, und der beinahe im Alleingang die Blaupause für Holly Golightlys stärkste Momente liefert.

Dieses Stück entstammt übrigens der Feder von Jacques Dutronc, und außer einem Bobby Lee Trammel-Cover sind alle anderen zehn Lieder von Mademoiselle Hardy (zusammen mit Bandleader Roger Sayn) komponiert.

Auch das zweite Album vom Yéyé-Girl numero une ziert lediglich ein vollflächiges Porträtfoto der Dame mit Schlafzimmerblick und die klein geschriebenen Worte „françoise hardy“, kein Titel, wenig Informationen, viel Rätsel.

In nur einem Jahr hat sich einiges getan, das erste Album wurde ein Topseller, Françoise wurde nicht zuletzt auch in Deutschland ungemein populär, und sie hat sich mit Unterstützung von Marcel Hendrix eine neue Begleitband zusammengestellt.

Auch songschreibrisch gibt es einen tüchtigen Sprung nach vorn, die Hälfte aller Songs hat Françoise Hardy im Alleingang komponiert. Selbstverständlich gibt es auch hier wieder eine Dutronc-Nummer, und „Think about it“ von Paul Anka mit französischem Text (ebenfalls von Hardy gedichtet!).

Das Timbre der Sängerin kann es in der beinahe beklemmenden Monotonie fast mit der eindringlichen Intonation einer Nico oder der SHANGRI LAS-Chanteuse Mary Weiss aufnehmen. Mit ihrem zweiten Album hat Hardy ihren Kurs festgelegt, ihren Marktwert enorm gesteigert, von nun an ging im französischen Pop nicht mehr viel ohne sie.

Gereon Helmer

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #123 (Dezember 2015/Januar 2016)

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