SHELLYCOAT

Neonsomnia

Als ich das neue SHELLYCOAT-Album zur Besprechung bekam und ein wenig über die Band recherchierte, musste ich feststellen, dass ich ihre letzte Platte „Hours Left To Stay Awake“ von 2011 im Schrank stehen habe – konnte ich mich nicht daran erinnern und hat mich offenbar nicht nachhaltig beeindruckt.

Das ist bei der neuen Platte indes anders: Wer die Epitaph/Fat Wreck-Bands der Jahrtausendwende zu seinen Favoriten zählt und auch mit BAMBIX befreundet ist, wird an „Neonsomnia“ eine Menge Spaß haben.

Frische Songs, die auf den Punkt kommen, keine ausgelutschten Melodien aus dem Melodycore-Baukasten, tolle Sängerin, prima Produktion. Eine gewisse Nähe zu den auch aus Hamburg kommenden NO WEATHER TALKS ist ebenfalls nicht zu verleugnen, wenn auch SHELLYCOAT etwas mehr Punk und weniger Indie sind.

Noch mehr Freude würde das Album sicherlich machen, wäre es im Frühling und nicht im Herbst veröffentlich worden. Aber man kann nicht alles haben.