THERMALS

We Disappear

Ich kann die Meute schon vor meinem geistigen Auge hüpfen sehen. Pop ist wieder wer auf dem siebten THERMALS-Album. Energie haben sie auch im mittlerweile 14. Jahr ihres Bestehens noch reichlich und können die auch eindrucksvoll in reduziert-einfache, auf den Punkt gebrachte Melodien übertragen.

Insgesamt zehn mit Balladen durchsetzte poppige Garagenpunk-Dauerkopfnicker versammelt „We Disappear“, immer von dunklen Untertönen begleitet versteht sich. Dass sich inhaltlich alles um die Themen Tod und Liebe und Technologie dreht, war so nicht unbedingt zu erwarten.

Auch musikalisch hat man ein wenig mit Neuem experimentiert: Gemeinsam mit Chris Walla, der ja inzwischen zu so etwas wie ein Stammproduzent für die THERMALS geworden ist, hat man sich an einem Putney VCS 3-Analogsynthie ausgetobt.

Dass die Chemie zwischen ihnen einfach stimmt, merkt man „We Disappear“ deutlich an. Ein wirklich gelungenes, zugängliches und gleichzeitig eingängiges Album mit hohem Mitgrölfaktor. „The sky will turn to fire, the sea will turn to salt / Our memories will burn like we were never here at all / We disappear“.

Na mach schon, Feuerzeug raus. Hier ist das ausnahmsweise mal erlaubt.