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MOSCOW DEATH BRIGADE

Bad Accent Anthems

Das Trio hat sein neuestes Album von Tony Lindgren (unter anderem AMON AMARTH, Billie Eilish) mastern lassen. Circle Pit HipHop nennen sie ihre Musik. Aus den Straßen Moskaus für die Straßen der Welt. Während „Out the basement“ oder „Dirty white sneakers“ auch als DEEZ NUTS-Demos durchgehen könnten, sind „Feed the crocodiles“, „Sound of sirens“, „Shy kidz 2020“ oder „Never walk alone“ quasi reine EDM-Songs, bei denen der Gesang schon mal an ALESTORM erinnert. Die Drum’n’Bass-Hymnen „Bad accent“, „Megaphone“ und „Throw ya canz 2020“ beschäftigen sich mit den Ausgestoßenen in den Favelas und so genannten Problembezirken sowie Xenophobie. In „Whack-a-mole“ wird mit Vergewaltigern und Rassist*innen abgerechnet. Unter Bad Accent versteht die Band einen internationalen Dialekt, der von denen abgelehnt wird, die Angst haben, ihren Horizont zu erweitern. Zu oft würden aus Sicht der Band Menschen mit Akzent als Abschaum oder sozialer Müll abgewertet. Als Kollektiv aus der Graffiti- und Musikszene wollen MOSCOW DEATH BRIGADE gegen all das ein Zeichen setzen. Und das weltweit. Musikalisch hat „Bad Accent Anthems“ nicht viel mit Punk zu tun, gibt es mit „Break the mold“ eigentlich nur einen entsprechenden Song auf dem Album. Gehen wir jedoch davon aus, dass es kein Genre, sondern ein Mindset ist, dann ist „Bad Accent Anthems“ ziemlich Punk.