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’68

Give One Take One

„Oh honey, you just love me for my riffs.“ Ach ’68, eure Riffs sind natürlich der Shit, aber wie könnte man euch darauf reduzieren? Spätestens mit eurem neuen Album habt ihr nicht nur viel von dem perfektioniert, was ihr in der Vergangenheit auch schon ziemlich überzeugend gemacht habt, mittlerweile seid ihr als Band zu einem beachtlichen Monster herangewachsen, das den Style, wie auch den räudigen Hardcore gefressen hat. Klar, das kommt alles nicht von ungefähr, in einem früheren Leben habt ihr mal Metalcore gemacht, aber aus gutem Grund habt ihr irgendwann das Genre gewechselt. Denn trotz eurer Geschichte ist die Grundlage von ’68 ein Garage-Blues-Duo-Fundament, das maximal ROYAL BLOOD bisher so mitreißend hinbekommen haben wie ihr. Während die Konkurrenz aber mittlerweile in eine andere Richtung abgebogen ist, habt ihr euch lieber daran gemacht, eure Trademarks eben nicht einzubüßen, sondern sie noch weiter auszuformulieren. Dabei bleibt ihr vor allem lässig und sexy, aber genauso emotional und direkt. Zack, am Ende des eingangs zitierten „Bad bite“ noch eben ein BEASTIE BOYS-Zitat rausgehauen und schon mag man euch wieder ein bisschen mehr. Dabei mochte man euch doch sowieso schon so sehr.