Foto

MEN

Mercy

Seit 2008 sind THE MEN aus Brooklyn, New York bereits aktiv und haben jetzt ihr achtes Album „Mercy“ veröffentlicht, wie die meisten anderen auf Sacred Bones erschienen. Im ersten Moment wirken THE MEN mit ihrem traditionellen Verständnis von Americana wie ein Fremdkörper auf einem eher dunklen und experimentellen Klängen zugeneigten Label wie Sacred Bones.

Aber wie auch auf ihren anderen Platten zeigen mit „Mercy“ eine beinahe chamäleonhafte und abenteuerliche Wandlungfähigkeit, mit der sie ausufernden Psychedelic-Rock im Geiste von THE DOORS, Country, Blues, akustischen Folk oder noisigen Garage-Punk gleichberechtigt nebeneinander existieren lassen.

Dennoch klingt das alles niemals, als ob hier unterschiedliche Bands am Werk gewesen wären. Es gibt sicherlich viele Bands, denen man so einen Compilation-Charakter beziehungsweise die daraus resultierende fehlende Homogenität als kreative Orientierungslosigkeit vorwerfen könnte, aber bei THE MEN klingt alles wie aus einem Guss, besitzt einen roten Faden und ergibt letztendlich im Kosmos dieser sympathisch unberechenbaren, facettenreichen Band auch Sinn, die von Bob Dylan bis THE STOOGES irgendwie alles abdeckt.

Wie schon die Vorgänger fällt „Mercy“ mit 35 Minuten leider etwas kurz aus, aber zumindest bleiben sie sich auch in dieser Hinsicht treu.