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BIRDS OF PASSAGE

The Last Garden

Neben der Hardcore/Black-Metal-Band CELESTE, dem Dark Jazz von DALE COOPER & THE DICTAPHONES und dem Hymnen-Ambient von PETRELS gehört auch BIRDS OF PASSAGE zweifellos zu den etablierten Musikprojekten, die Denovali Records zu einem global beachteten Nischenlabel gemacht haben. „Sacred and secret“, flüstert Alicia Merz auf ihrem Album „This Kindly Slumber“ (2014) und das gilt auch für die relative Unbekanntheit von BIRDS OF PASSAGE. Sie übt sich auch auf „The Last Garden“ in einer Ehrerweisung an den Stillstand, indem einsam verhallende Gitarrenakkorde in schwelgerischen Pendelbewegungen eine Form von Ruhe etablieren, die auch den frühen Werken von GROUPER eingeschrieben sind. Alicia Merz entwickelt ähnlich minimalistische und stille Musik, die sich keinesfalls nur auf Atmosphäre reduzieren lässt, sondern bedacht und andächtig schwebende Keyboard-, Violinen- und Gitarrenideen zusammenführt. Reflexion und Emotion, Sehnsucht und Melancholie – die leise gehauchten Texte und die entspannte Stimmung der Lieder lenken die Assoziationen und Träumereien, zu denen auch ihr fünftes Soloalbum „The Last Garden“ einlädt.