TREES

Lights Bane

Zwar will ich Stephen O'Malley nicht zum Vordenker eines ganzen Genres verklären, aber es ist wohl unbestreitbar, dass gerade momentan sehr viele Bands die Seitenpfade des Dooms beschreiten, der er einst mit BURNING WITCH, KHANATE und aktuell mit SUNN O))) erst freischlug.

Während er aber seinen Nachahmern auf der Suche nach neuen Extremem ständig mehrere Schritte voraus zu sein scheint, umkreisen diese noch die Meilensteine, die er setzte, in der Hoffnung, das Geheimnis hinter diesen zu ergründen.

Zum Teil sogar mit Erfolg. Auch TREES aus Portland, Oregon sind eine solche Band, die sich stark vom Schaffen O'Malleys beeinflusst zeigt, in ihrer Herangehensweise sogar denkbar unoriginell ist, es aber dennoch schafft, dass man den beiden gut viertelstündigen Songs auf ihrem Debütalbum "Lights Bane" eine Daseinsberechtigung ausspricht.

Auf dem O'Malley-Pfad eher neben dem KHANATE- als dem SUNN O)))-Wegpunkt positioniert, sind die typischen Slowmotion-Riffs mit Drone-Charakter bei TREES so brutal und durchdringend, der Gesang so fies und abstoßend, die gesamte Atmosphäre von "Lights Bane" so wunderbar böse, dass es einem nicht in den Sinn kommen könnte, sie von ihrem gewählten Platz zu verjagen.

Lieber bestätigt man sie in dieser Wahl.(7)