OSTZONENSUPPENWÜRFELMACHENKREBS

Leichte Teile Kleiner Rock

Mein erster Eindruck löst sich einfach nicht wieder auf. Hier laufen Musik und Text nebeneinander her, ohne dass man erkennen kann, warum sie gleichzeitig daherkommen. Der Sänger vermeidet es, in seinem Vortrag musikalisch zu wirken, und seltsamerweise wird dieser Eindruck besonders stark, wenn er ansatzweise Melodien formt.

Die Texte erinnern an Tagebucheintragungen, nur dass sie sich reimen, ein ganz seltsamer Widerspruch. Wer reimt, der will andere beeindrucken, wer in sein Tagebuch schreibt, hofft, dass niemand jemals das Geschreibsel zu Gesicht bekommen wird, wen soll er dann also beeindrucken wollen, und dann untermalt er das ganze auch noch mit Musik, ich werd daraus nicht schlau.

Die Musik find ich auch gar nicht so schlecht - Marke experimentelle Dischord-Phase. Als Instrumental-Platte hätte ich sie super gefunden, deswegen mache ich lieber keine Wertung.