Reviews : JELLO BIAFRA & THE GUANTANAMO SCHOOL OF MEDICINE / The Audacity Of Hype :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

JELLO BIAFRA & THE GUANTANAMO SCHOOL OF MEDICINE

The Audacity Of Hype

Format: CD

Label: Alternative Tentacles

Vertrieb: Cargo

Spielzeit: 57:50

Genre: Punkrock/Hardcore

Webseite

Wertung:


„The Audacity Of Hope“ ist das Buch, mit dem Barack Obama seine Präsidentschaftskandidatur vorbereitete – ein Bestseller, dessen Titel sich mit „Mit dem Wagemut der Hoffnung“ nur annähernd übersetzen lässt („Hoffnung wagen“ ist der offizielle deutsche Titel).

Nun wäre der einstige DEAD KENNEDYS-Frontmann Jello Biafra nicht das scharfzüngige Lästermaul, als das man ihn schätzt, wenn er sich nicht einfach dieses Titels bemächtigt hätte, um mit einem geänderten Buchstaben (aus „hope“ wurde „hype“) einen Kommentar zur „Obamania“, von der die USA erfasst wurden, zu machen.

Damit war dann auch ein Titel gefunden für das neue Album des Meisters, der mit seiner neuen Band THE GUANTANAMO SCHOOL OF MEDICINE im August und September auch gleich eine mitreißende Europatour absolvierte – allerdings noch bevor das Album im Handel war.

Die Band ist es, die diesmal den Unterschied ausmacht zu den Biafra-Coops der letzten 20 Jahre, etwa mit D.O.A., NOMEANSNO oder zuletzt MELVINS, denn Biafra hat wieder eine richtige, eigene Band, in der man freilich auf alte Bekannte stößt: Ralph Spight (Gitarre, VICTIMS FAMILY), Billy Gould (Bass, FAITH NO MORE), Kimo Ball (Gitarre) und Jon Weiss (Drums).

Auf der Europatour war Gould wegen seiner Aktivitäten mit FAITH NO MORE nicht dabei sein, stattdessen kam Andrew Weiss (WEEN, GONE, ROLLINS BAND). Und das Geheimnis dieses großartigen neuen Albums liegt dann auch in den Personen der Musiker begründet: Nie war ein Album mit Biafra als Sänger seit dem Ende der DEAD KENNEDYS besser, nie klang es mehr nach einem neuen DK-Album als hier! Es liegt wohl am Gitarrenspiel, an den Psychedelic- und Surf-Elementen, die hier unterschwellig an East Bay Rays Stil erinnern, und so verspürt man als alter Fan hier bei jedem der neun Songs einen wohligen Schauer: das hier ist, so gut die oben erwähnten Projekte auch waren, das legitime Nachfolgealbum zu „Frankenchrist“.

Sieben der Stücke sind auch wirklich neu, „New feudalism“ und „Electronic plantation“ neue Versionen der schon mit der NO WTO COMBO aufgenommenen Songs, und textlich legt Biafra gewohnt geschliffen seine Finger in die offenen Wunden der US-Gesellschaft, mit einem Schwerpunkt auf den Bedrohungen des menschlichen Zusammenlebens durch das Zusammenspiel von Großindustrie und Regierungen.

Ein spätes Meisterwerk, das auch live begeisterte – man darf auf weitere Aufnahmen und Touren gespannt sein. (Diese Band war auf der Ox-CD #86 zu hören)

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #86 (Oktober/November 2009)

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