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ANAAL NATHRAKH

Endarkenment

Ja, Aufklärung, das wünscht man sich dieser Tage an vielen Ecken. Fast schon prophetisch präsentieren die zwei Briten mit ihrem elften Studioalbum den Soundtrack dieser Tage. Dabei haben sie im Vergleich zu den bisherigen Werken recht wenig an der Grundformel geändert. Das heißt schnelles Tremolo-Picking trifft auf einen unnachgiebigen Drumcomputer und Dave Haunts wandlungsfähige Stimme. Bei dieser hat sich wohl im Vergleich zum Vorgänger „A New Kind Of Horror“ am meisten getan. Der dort punktuell präsentierte Klargesang wurde noch ein Stück weiter ausgebaut und sorgt für den einen oder anderen Gänsehautmoment („Feeding the death machine“, „Create art, though the world may perish“). Der Kontrast zu seinem furiosen Kreischgesang ist dadurch noch ein Stück größer geworden. Ansonsten sind die Produktionen kompakt gehalten, auf elektronische Einsprengsel verzichtet man dieses Mal komplett. Alles in allem ist „Endarkenment“ so nicht nur ein inhaltlich leider relevantes Stück Musik, sondern präsentiert die Band so stark wie lange nicht.