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DISCHARGE

Protest And Survive: The Anthology

Vor vierzig Jahren erschien mit der „Realities Of War“-7“ die erste DISCHARGE-Scheibe überhaupt – Anlass genug, nun noch einmal eine Anthologie der Band zu veröffentlichen, die so viele Genres massiv beeinflusst hat.

Auf zwei CDs finden sich insgesamt 53 Songs. CD1 widmet sich den Hardcore-Punk-Tagen bis 1984, also die alten Smasher, bunt gemischt stehen Songs der EPs neben denen der „Hear Nothing, See Nothing, Say Nothing“-LP, die mich 14-Jährigen bei ihrem Erscheinen 1982 vollständig umgehauen hat.

Insgesamt 29 Songs leider ohne meinen persönlichen Hit „Doomsday“, der B-Seite der „State Violence, State Control“-7“. CD2 ist eine Mischung aus Demotapes, unter anderem von 2002 und 2004, Live-Aufnahmen und Extended Versions.

Von den Demotapes sticht besonders das von 1977 hervor – geiler 77“-Punkrock mit Johnny Rotten-ähnlichen Vocals, der allerdings schon die Brachialität späterer Jahre andeutet. Als Einstiegsdroge für neue Hörer bestens geeignet und für die Die-hard-Fans sowieso Pflicht.

Die Anthologie kommt mit umfangreichen Booklet und einer selbstkritischen Bandgeschichte. Und das Coverbild spricht mir aus der Seele – ein Nietenpunk vor einer Reihe aus Zombiebullen, die zwei AKWs beschützen – und unterstreicht den Titel „Protest And Survive!