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BAZOOKA

Somewhere Elsewhere

Drei Jahre nach dem angenehmen letzten, zu Unrecht „Zero Hits“ betitelten Album meldet sich die ursprünglich aus Volos, Griechenland stammende Garage-Psych-Band mit dem vierten Longplayer zurück. Das mittlerweile in Athen ansässige Quintett hat sich dort neben den ähnlich aufgestellten ACID BABY JESUS als Szene-Schwergewicht behaupten können. „Kapou allou“, also „irgendwo anderswo“ ist das Thema des Albums, das wie bereits der Vorgänger komplett mit griechischem Gesang versehen ist. Der Eskapismus, den der Titel andeutet, findet sich in den erstaunlich geerdeten Rock-Klängen des Albums kaum wieder. Die straighte Produktion, die teils auf akustische, aber schwerpunktmäßig auf konventionelle psychedelische Rock-Arrangements setzt, ist in den Arkadion Studios eingespielt worden, die Schwerpunkte liegen immer noch auf wuchtigen Riffs und flirrenden Solo-Passagen, jedoch bleibt dem Album genug Spielraum, um gängige Genreklischees zu umfahren. Da es ja immer Leute gibt, die Bandnamen als Referenzmarken brauchen, seien schnell BRIAN JONESTOWN MASSACRE und SOUNDTRACK OF OUR LIVES genamedroppt. Als neue Facette zum weit gefächerten Bandsound kommt auch eine gewisse Portion griechischer Folklore, die nicht nur im Opener „Kata vathos“ zu entdecken ist. Die Athener sind auf einem guten Weg, haben sich freigeschwommen und einen prägnanten, eigenen Sound entwickelt, und es ist eine Freude, sie auf ihrem Weg zu verfolgen.