Interviews & Artikel : BUSTER SHUFFLE :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

BUSTER SHUFFLE

Die neuen Könige des Ska?

Ich stehe vor der Eingangstür des Sonic Ballroom in Köln-Ehrenfeld, als mir lauthals „A message to you, Rudy“ entgegen dröhnt, ein Song der 1967 von Dandy Livingstone geschrieben wurde, aber vor allem durch das THE SPECIALS-Cover, das 1979 sogar in den UK-Charts war, berühmt geworden ist. Der Soundcheck ist also noch in vollem Gange. Ich gehe rein und sehe, wie Jet Baker, Frontmann von BUSTER SHUFFLE, in typischer Jerry-Lee-Lewis-Manier seitlich zum noch sehr spärlichen Publikum vor seinem Klavier sitzt. Er und der Rest der Band sind gerade dabei, ihren Sound möglichst perfekt einzustellen und sich in Stimmung für die Show am späten Abend zu bringen. Vor Beginn ihres Auftrittes bin ich aber noch mit Jet zum Interview verabredet, Kontrabassist Tim Connell, der sehr gutes Deutsch spricht, gesellt sich mit dazu, und so sitzen wir bei im Biergarten und unterhalten uns über die Entwicklung von BUSTER SHUFFLE, Jets Hund und einen mysteriösen Koffer.

Jet, ihr werdet die neuen, die jungen MADNESS genannt. Was hältst du selbst davon?

Jet:
Ich denke, wir haben einige Einflüsse von klassischen englischen Bands. Vor allem THE SPECIALS und THE CLASH, aber natürlich auch MADNESS. Und Rock’n’Roll-Einflüsse wie zum Beispiel Chuck Berry kommen noch hinzu oder THE WHO. Alles Mögliche eben. Und daraus ergibt sich dann ein spezieller Mix, der unsere Musik ausmacht.

Wann habt ihr BUSTER SHUFFLE gegründet und wie kamt ihr zu eurem Bandnamen?

Jet:
Gegründet haben wir die Band 2008, als wir begonnen haben, in London aufzutreten. Kurz darauf haben wir bereits an unserem ersten Album „Our Night Out“ gearbeitet, das wir dann 2009 veröffentlicht haben. Wir kannten uns aber alle schon länger, haben alle in verschiedenen Bands gespielt und uns dann zusammengetan, um ein bisschen was anderes zu machen als die anderen. Und so haben wir BUSTER SHUFFLE gegründet. Unser Bandname ist im Londoner Cockney-Slang eine Aufforderung zum Tanzen, was eine gewisse Ironie beinhaltet, da wir alle verdammt schlechte Tänzer sind.

Eure Besetzung hat sich innerhalb des letzten Jahres verändert.

Jet:
Wir haben mit Pete Oag an der Hammondorgel sowie unseren beiden Backgroundsängerinnen Carrie Griffith und Debz Bridgeman noch Freunde dazu geholt. Das bedeutet vor allem mehr Spaß unterwegs, da wir mehr Leute zum Feiern haben. Musikalisch sind wir dadurch noch vielseitiger geworden. Die beiden Frauen können natürlich viel höher singen. Dadurch ist unser Sound insgesamt voller geworden und geht irgendwie noch mehr ab.

Euer erstes Album habt ihr noch selbst produziert. Jetzt seid ihr bei People Like You Records unter Vertrag. Was bedeutet das für euch als Band, was hat sich geändert?

Jet:
Das bedeutet vor allem, dass wir für die Produktion unseres neuen Albums mehr Geld und mehr Zeit hatten, da wir uns jetzt nicht mehr noch um die vielen anderen Dinge rundherum kümmern müssen. Wir konnten uns jetzt voll und ganz auf das Einspielen der neuen Songs konzentrieren. Das ganze Drumherum ist jetzt viel professioneller. Und unser erstes Album, das ich zunächst mit einem Freund selbst produziert hatte, wurde jetzt remastert und mit zwei Bonussongs versehen neu aufgelegt. Bisher war es nur in Großbritannien erhältlich, jetzt kann man es auch in Deutschland und in ganz Europa ohne Umwege kaufen. Gerade Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt. Und durch PLY sind wir internationaler aufgestellt. So ein Label hat einfach ein verdammt großes Netzwerk, das wir als Band alleine nicht haben. Mit den Leuten von PLY arbeiten wir sehr gut im Team zusammen.

Wie ist die Zusammenarbeit zustande gekommen?

Jet:
Wir haben letztes Jahr in Leipzig beim Endless Summer Festival gespielt. Das war sehr cool. Nachdem wir einige Shows in Deutschland gespielt hatten, kam ein deutscher Booking-Agent auf uns zu und hat uns zu dem Festival eingeladen. Da hat sich dann, glaube ich, zunächst einiges im Hintergrund abgespielt, der Agent hat zunächst mit PLY gesprochen, kam dann auf uns zu und hat uns gefragt, ob wir unser Album auch in Deutschland vertreiben wollen, was wir natürlich wollten. Und dann hatte er mit PLY direkt ein Label parat, das Interesse an uns hatte. Wir bekamen den Kontakt und dann ging alles ganz schnell und unkompliziert.

Ihr habt gerade euer zweites Album aufgenommen. Bist du damit zufrieden?

Jet:
Ja, ich denke schon. Wenn man intensiv an einem neuen Album arbeitet, dann ist das manchmal sehr hart und man verliert die Distanz zu dem Album, kann also nicht mehr wirklich beurteilen, ob es gut oder schlecht ist. Aber ich habe es mit ein bisschen Abstand ein paar Mal gehört und letzte Woche haben wir dann auch zum ersten Mal einige der neuen Songs live gespielt und so die Rückmeldung der Zuschauer bekommen. Und, ja, ich bin wirklich zufrieden.

Was hat sich vom ersten zum zweiten Album verändert?

Jet:
Das erste Album war insgesamt eingängiger, die Melodien waren sofort da. Ich denke, dass unser neues Album vom Songwriting her ein Fortschritt ist, die Lieder sind etwas weniger eingängig, entwickeln sich aber dafür mit jedem Hören immer stärker und sind deshalb vielleicht auch über einen längeren Zeitraum interessant. Deshalb denke ich, dass unser neues Album definitiv eine Entwicklung nach vorne ist.

Worum geht es in eurem neuen Song „Made in China“?

Jet:
Das ist eigentlich eine klassische Liebesgeschichte. Dabei geht es um das Spielzeug meines Hundes Baxter, ein Bluthund übrigens. Das Spielzeug ist so ein kleines Quietscheteil aus Gummi. Mein Hund und das Gummiteil sind die besten Freunde, er ist ganz verrückt danach. Es ist die Geschichte von der Liebe eines Hundes zu seinem Spielzeug. Eines Tages habe ich die beiden beim Spielen beobachtet und mir das Spielzeug mal etwas genauer angeschaut. Darauf stand dann „Made in China“ und ich dachte „Ein guter Titel für ein Lied“. So in etwa ist der Song entstanden. Eine romantische Geschichte, haha.

Auf eurem neuen Album gibt es Kollaborationen mit einigen bekannten Musikern ...

Jet:
Ja, wir haben Mickey Gallagher von THE BLOCKHEADS respektive THE CLASH, und Roddy Radiation von THE SPECIALS gefragt, ob sie nicht mit uns ein paar Songs aufnehmen wollen. Beide kamen dann zu uns ins Studio und haben mit uns gemeinsam die Songs „Brothers & sisters“ und „Doesn’t really matter“ aufgenommen. Mit Ian Catskilian von ART BRUT und Wag von THE INFIDELS, die beide gute Freunde von uns sind, haben wir „So such of much“ beziehungsweise „Elvis vs. Wag“ eingespielt. Es macht einfach Spaß, mit interessanten Musikern zusammenzuarbeiten, und bringt ein Album auch irgendwie ein gutes Stück nach vorne.

Zum Schluss: Was schätzt du am Tourleben?

Jet:
Zum Beispiel, dass wir ständig irgendwelche wichtigen Dinge vergessen. Letztens haben wir sogar einen Verstärker vergessen! Und auch Tims Kontrabass haben wir mal stehen lassen, was einfach unglaublich ist, denn so etwas kann man eigentlich gar nicht übersehen! Wenn du also später irgendwelche Dinge findest ... die gehören uns.

Tim: Ich habe letzens in der Nähe meiner Wohnung einen schwarzen Koffer gefunden. Ich wohne in Süd-London, einer eher üblen Gegend. Den Koffer haben wir dann für unseren Merchandising-Kram mit auf Tour genommen, und an der Grenze zu Frankreich wurden wir von Schweizer Zollbeamten angehalten. Die haben das ganze Fahrzeug auf den Kopf gestellt, wirklich alles ausgepackt, hatten Hunde dabei, die sich natürlich direkt auf den Koffer gestürzt haben. Wir wussten ja nicht was vorher mit dem Koffer war und hatten dementsprechend Panik. Glücklicherweise war in dem Koffer aber nichts weiter als ein leeres Portmonee, ansonsten hätten wir echte Probleme bekommen können.

Philip Jonke

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #103 (August/September 2012)

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CASINO BLACKOUT sind fünf Weggefährten aus Füssen, die sich voll und ganz dem DIY-Gedanken des Punkrocks verschrieben haben. Seit 2010 verbindet die Band melodischen Punk mit intelligenten, deutschsprachigen Lyrics und lässt damit detailverliebtes ... mehr

 
 

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