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We are the glasshearts – Mehr als nur ein Motto

„Unsere Fans sind nicht nur Fans, sie sind wie ein Teil der Band: Viele von ihnen kennen wir persönlich, wir sprechen nach unseren Shows oft mit ihnen und sind absolut auf Augenhöhe. Und by the way: Wir wissen mehr über unsere Fans, als man glaubt! So passiert es ab und an mal, dass wir so manchen Fans, mit denen wir uns nach der Show am Merch verquatscht haben, auf Instagram suchen, weil wir einfach nur neugierig sind, wie deren Leben so aussieht“, so Sänger Alex über die Anhänger der Band aus Süddeutschland. Mit ihm und Schlagzeuger Chris sprechen wir über das neue Album der Band.

Wie lief der Aufnahmeprozess zu „Glasshearts“?

Alex: Der hat schon angefangen, als wir die gleichnamige Single releaset haben. Da war klar, dass wir ein Album machen werden: Ab Januar 2020 ging es dann so richtig los und somit haben wir das letzte Jahr nur daran gearbeitet.
Chris: Als „Glasshearts“ rauskam, war das Album noch nicht geplant. Da die Reaktionen aber so positiv waren und unsere Fangemeinschaft immer stärker heranwuchs, wurde uns klar, dass „Glasshearts“ unser Albumtitel werden sollte – ein Titel nur für unsere Fans!

Wie kam der Kontakt zustande zu Noah Sebasti­an von BAD OMENS und Romesh Dodangoda, dem Produzenten von BRING ME THE HORIZON, welche Rolle spielen die beiden auf „Glasshearts“?
Chris: Als wir uns entschieden, ein neues Album aufzunehmen, haben wir uns überlegt welche Einflüsse wir darin wollen und in welche Richtung wir gehen werden. Da war uns früh klar, dass wir das nicht alleine machen wollen, sondern auf neuen Input und andere Impulse setzen, um das Ganze so auf ein neues Level zu heben. Der Vorschlag, dass Romesh unser Album mixt, kam tatsächlich von unserem Label Redfield Records, da er vom Sound her genau zu uns passt. Und Noah ist einfach ein wahnsinnig guter Produzent und Songschreiber, der auch schon für GOOD CHARLOTTE geschrieben hat und uns den besagten neuen Input liefern konnte.

Wie fühlt es sich an, wenn man von einer erfolgreichen Europatour zurückkommt, das neue Album steht in den Startlöchern und auf einmal ist da diese Corona-Pandemie und sagt: „Fuck you!“
Alex: Generell haben wir uns ziemlich vor den Kopf gestoßen gefühlt. Es wurde zu einem Riesenthema, das man nicht so leicht bewältigen konnte, da niemand wusste, was das jetzt bedeutet und wie lange sich das hinzieht. Macht es überhaupt Sinn, mit einem Album zu beginnen, wenn man sowieso keine Shows spielen kann?
Chris: Die erste Zeit waren wir wie in einer Art Schockstarre. Wir haben jahrelang gearbeitet, um voranzukommen und gerade wenn es gut läuft, fällt plötzlich der berühmte Riegel und die Tür ist zu. Anfangs war es schon schwer, aber wir haben uns schnell dazu entschlossen, die Zeit zu nutzen, um noch mehr ins Detail zu gehen, Vocals neu zu tracken oder ein Riff noch mal neu aufzunehmen, das noch nicht perfekt war. Wir beschlossen also, alle Energie ins Album zu stecken und ein Produkt zu schaffen, das wir während des normalen Tourings vielleicht gar nicht hinbekommen hätten.

Ein neuer Song heißt „Happy pills“. Braucht ihr nach dem beschissenen Jahr auch „Glückspilen“ oder habt ihr Tipps gegen eintönige Tage?
Chris: Das beste Mittel ist, sich vor Augen zu halten, dass jeder Tag der vorübergeht, uns näher an ein Konzert bringt und irgendwann auch diese Scheiße vorbei ist und wir wieder einen Schritt näher an der Normalität sind. Der sinnvollste Zeitvertreib ist definitiv, seine sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten und sich bloß nicht abzuschotten. Daher die Message an unsere Fans: Ihr könnt uns immer gerne auf Instagram schreiben. Das Wichtigste ist nicht zu vereinsamen!
Alex: Man sollte sich irgendwas suchen, mit dem man sich ablenken kann. Eine Serie auf Netflix komplett zu schauen, hört sich vielleicht stumpf an und das sind immer Tipps, die viele geben, aber es hilft wirklich. Ich habe „Vikings“ komplett geschaut, obwohl es mich vorher nicht interessiert hat, aber was macht man nicht alles so aus Langweile ... Zocken, ein Buch lesen, vor dem Fernseher Chips futtern und dabei auf die Figur scheißen, denn während des Lockdowns sieht dich eh keiner, haha, oder einfach endlich die Dinge machen, für die es in der Vergangenheit keine Zeit gab. Eben all das, was einen glücklich macht!
Chris: Man sollte einfach mal nicht nein zu Möglichkeiten sagen, die einen ablenken, auch wenn es vielleicht Dinge sind, die man normalerweise nicht machen würde. Wenn sich eine Chance ergibt, sollte man einfach mal was Neues versuchen. Diese Pandemie ist für uns alle so unvorstellbar ... Da darf man sich auch mal in irgendwas flüchten und sich einfach mal eine Auszeit gönnen.

Welche Band wollt ihr unbedingt nach dem Lockdown live sehen?
Alex: Ich will auf jeden fall ARCHITECTS wiedersehen! Das ist die beste Band, die ich jemals live erlebt habe!
Chris: Ich will unbedingt auf der PARKWAY DRIVE-Tour am Start sein. Das ist die größte aus dem Metalcore entstandene Tour, die ich bisher gesehen habe. Das so was Großes aus dem Metalcore entstehen kann, ist irgendwie geil und was diese beiden Bands an Produktion auffahren, ist unschlagbar!