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ANTI-NOWHERE LEAGUE

The Cage

Der nächste Output von Sänger Animals ANTI-NOWHERE LEAGUE mit Namen „The Cage“ aus dem Jahr 2016. Die LP beeindruckt zunächst mit einem unfassbar schlimmen Cover, das aufgebogene Gitterstäbe zeigt, hinter denen Licht schimmert. Hier ist offenbar die League dem Käfig entflohen, um ihre Version von Punkrock in die Welt zu senden. Zumindest scheinen das die Lebensinhalte von Animal zu sein, glaubt man dem Backcover-Text und den Statements auf der Website. Das Quartett, das rein optisch dem London des 19. Jahrhunderts entsprungen sein könnte, präsentiert zwölf Songs, von denen mit Abstrichen der Opener „A bad storm“ und „The last cowboys“ zu gefallen wissen. Der Rest ist Rock von der Stange, kombiniert mit dem langweiligsten Schlagzeug der Welt, unterirdischen Texten und durch die Bank zu langer Laufzeit. Kein Gespür für Finesse, knackige Tracks, Breaks, Fills – nichts! Wenn das tatsächlich der „wahre Punk“ wäre, dann mal gute Nacht. „Einfach weghören“, wie Animal allen Kritikern seiner Aussagen und Texte empfiehlt, kann ich leider nicht, denn Cheffe möchte, dass ich diese Platte hier bespreche. Die Beharrlichkeit des Frontmanns seit über vierzig Jahren ist anerkennenswert, seine Attitüde allerdings, ob Show oder nicht, langweilig und peinlich.