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ROGERS

Rambazamba & Randale

Mit viel Power und erfrischendem Sound melden sich ROGERS zurück. Ihr fünftes Album „Rambazamba & Randale“ enthält zugleich einige Überraschungen. Obwohl sie wieder klare Worte finden, geben sich die Düsseldorfer weniger abgefuckt als früher, dafür ziemlich lässig und wunderbar ironisch. Maßgeblich daran beteiligt sind pop-punkige Vibes und elektronische Elemente, die einige Songs weniger kantig erscheinen lassen. Das macht skeptisch? Nun ja, während „Rapstar“ noch mit einem Augenzwinkern den Wechsel des Punk-Quartetts zu einem Majorlabel aufs Korn nimmt, wirken manche Soundeffekte tatsächlich wie tollkühne Experimente („Du machst mich fertig“, „Robben“) – Geschmacksache. Aber dranbleiben! Denn mit „Mein Leben gegen die Wand“, „Arbeiten“ oder „5 Sterne gerne wieder“ beweisen ROGERS, wie harmonisch sich Synthesizer und Voice Effects in ihre Punkrock-DNA integrieren lassen. Alles in allem klingt die Platte noch immer sehr „rogeresque“, wie Sänger Chri es ausdrückt. Recht hat er. Solide Songstrukturen, textlich ein guter Mix aus Gesellschaftskritik sowie Persönlichem und typische ROGERS-Tracks, die einfach nach vorne gehen, sind schließlich auch am Start („Paris“). Kurz: „Rambazamba & Randale“ ist ein pop-punkrockiges und vor allem tanzbares Album, das Identifikation schafft und ein Wir-Gefühl zelebriert. Eine ROGERS-Platte, die auch live beeindrucken wird – wie immer.