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Interviews & Artikel

RED AIM

Für die meisten unter euch werden RED AIM keine unbekannten sein. Schließlich existiert die Band seit 1995 und hat schon diverse Auftritte, unter anderem zwei auf dem Bizarre-Festival, hinter sich. Auch ihre ersten beiden Alben "Sinai Jam" und "Orange", die die Jungs selber vertrieben hatten, konnten sich durchaus mit den Veröffentlichungen von bekannteren Stoner-Acts messen. "Call Me Tiger" ist nun das dritte, aktuelle Werk der Saarländer und dürfte mittlerweile überall regulär erhältlich sein. Ich sprach mit Drummer Stefan Gemballa.

Wie lange gibt es RED AIM schon?


Stefan: "Wir haben uns 1995 gegründet."

Auf eurem neuen Output "Call Me Tiger" sind ja, so viel ich weiß, auch ältere Stücke vertreten....

Stefan: "Na, ja, das kann man so nicht sagen, bei "Call Me Tiger" handelt es sich um eine mit zwei Bonustracks erweiterte Fassung unseres letzten selbstvertriebenen Albums "Orange" , das von unserem neuen Label People like You unter diesem Titel veröffentlicht wurde. Das ganze wurde neu abgemischt und, da unser alter Sänger Pascal die Band verlassen hat, von Karsten ebenfalls neu eingesungen."

Auf eurem ersten Album "Sinai Jam" werden auf eindrucksvolle Weise auch Sitarklänge, Didgeridoos und Tamburas verwendet. Gehört das Miteinbeziehen von Ethnoelementen zu eurem festen Konzept?

Stefan: "Das ist auf jeden Fall so. Anfangs hat diese Sache noch mehr im Vordergrund gestanden, ist aber zwischenzeitlich etwas in den Hintergrund geraten, da wir festgestellt haben, dass es live einfach besser kommt, wenn wir auf diese Elemente verzichten und direkt losrocken. Auf dem nächsten Longplayer wollen wir wieder ein paar mehr orientalische Klänge verwenden, da wird der Einfluß definitiv wieder vertreten sein."

Ihr habt durch den Deal mit People like You jetzt eine größere Reichweite. Wie waren denn bis jetzt eure Erfahrungen diesbezüglich?

Stefan: "Es ist schon gut, dass wir ein Label mit einem großen Vertrieb haben, da man die Platte praktisch überall bekommen kann. Die Reaktionen waren bis jetzt durchweg positiv, was natürlich klasse ist. Auch mit unserem Label People sind wir sehr zufrieden, da sie sich für unseren Sound einsetzen und absolut hinter der Sache stehen."

Wie sieht es denn mit einer Tour aus, habt ihr da schon einen Termin im Auge?

Stefan: "Also wir haben vor kurzem erst mal drei neue Songs aufgenommen, die als EP im März, wo dann auch unsere Tour beginnt, veröffentlicht wird. Diese drei Stücke werden nur auf Vinyl veröffentlicht: ein Stück ist ein IRON MAIDEN-Song der auch noch auf einem Maiden-Tribute-Sampler vertreten sein wird. Im März werden wir vom 6. bis zum 18. mit 7 ZUMA 7 quer durch Deutschland ziehen."

Nicht schlecht. Welches Maiden-Stück habt ihr euch denn vorgenommen?

Stefan:
"Wir haben "The Trooper" von der "Pieces in Mind" gecovert."

Wie war denn das Echo in der Presse?

Stefan:
"Naja, "Call Me Tiger" ist ja nun leider etwas verspätet rausgekommen, da es anfangs ein paar Anlaufschwierigkeiten gab. Die Reaktionen waren halt, gerade auch im Ox, ziemlich gut."

Zumal der sogenannte Stoner Rock sich ja großer Beliebtheit erfreuen kann...

Stefan: "Das ist richtig. Obwohl es auch Leute gibt, die meinen, dass alles, was nach MONSTER MAGNET und KYUSS kam, irgendwie ein Rip-off wäre. Aber wenn man sich etwas näher mit dem Thema auseinandersetzt, wird man feststellen, dass die Wurzeln etwas tiefer liegen. KYUSS und MONSTER MAGNET haben in diesem Sinne auch nichts neues gemacht."

Etwas wirklich neues zu kreieren ist ohnehin sehr schwer, deshalb ist es wichtig, wie man die alten Einflüsse in die Tat umsetzt, ohne gleich als Rip-off abgestempelt zu werden.

Stefan: "Viele Leute sind auch gar nicht mit der Musik vertraut, und wenn sie dann zum ersten Mal so etwas hören, drängt sich natürlich die Vermutung auf, es könnte sich um eine Kopie der alten Meister handeln."

Eure Titel sind ja teilweise in Saarländer Mundart geschrieben - was hat es damit auf sich?!?


Stefan: "Das ist halt ein Spaß. Mit Songtiteln nehmen wir es nicht so ernst. Solche Titel wie z. B. "Em Zabbebabba sat bou" entstehen halt spontan, einfach aus dem Bauch heraus."

Ein bißchen Spaß muss eben sein...

Stefan:
"Stimmt. Wenn wir keinen Spaß an der Sache hätten würden wir wahrscheinlich kaum Musik machen."

Gut also, dass RED AIM immer noch Spaß an coolem Schweinerock haben, sonst wären wir wahrscheinlich um eine sehr gute Band ärmer. Zum Schluess geb ich euch noch den Rat, RED AIM unbedingt live anzuchecken, ich glaube das wird sich echt lohnen. In diesem Sinne.

Lars Bartmann

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #38 (März/April/Mai 2000)

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