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Interviews & Artikel

RESTLESS YOUTH

We got that positive mental attitude

"The youth are getting restless", sangen die BAD BRAINS einst und vier Holländer, beheimatet auf dem DEAD STOP-Label Complete Control, fanden, dass diese Zeilen ihre Inhalte und ihren nostalgischen Hardcore bestens auf den Punkt bringen. Ergänzt wird der Hardcore-Sound der frühen 80er durch STOOGES-Anleihen und vereinzelte 70s-Rock-Eskapaden. Das Debüt "Light Up Ahead" ist innovativ, einzigartig, und da die Band live so fantastisch war, fragte ich Sänger Joseph und Gitarrist Chris mal richtig aus.



Euer Label hat "Light Up Ahead" als das verrückteste Hardcore-Album aller Zeiten tituliert, doch was macht die Aufnahmen so besonders?

Chris:
Natürlich ist es nicht das verrückteste Hardcore-Album, das je gemacht wurde, aber es ist schön, die Leute so enthusiastisch zu sehen. Wir haben versucht den Hardcore der Achtziger mit dem frühen Punk der Siebziger zu verschmelzen und "Light Up Ahead" ist das Ergebnis. Wir bei RESTLESS YOUTH verstehen uns sowohl musikalisch als auch persönlich sehr gut und das finde ich wichtig, wenn man Songs schreiben möchte. Wir haben nach dem passenden Sound für die Lieder gesucht und das Resultat ist nicht gerade eine typische Hardcore-Scheibe. Alles klingt nostalgischer, mehr nach den Siebzigern.



Eure Musik strahlt eine gewisse Drogen-Affinität aus, verursacht das Probleme vor Straight Edge-Publikum?

Joseph:
Also ich kann in unserer Musik keine Drogen-Affinität hören. Wir spielen einfach das, was wir mögen, und versuchen, uns zu entwickeln und mit jeder neuen Platte besser zu werden. Wie andere Leute unsere Musik einordnen, ist uns ziemlich egal. Die meisten Menschen auf dieser Welt sind ja sehr tolerant, also sehe ich da kein Problem.

Chris: Wir hatten ehrlich gesagt auch noch nie Probleme damit. Es wäre mir nicht aufgefallen, dass uns jemand nicht gemocht hätte, weil wir nicht Straight Edge sind. Falls das jedoch mal der Fall gewesen sein sollte, finde ich das echt engstirnig. Wir spielen mit Straight Edge-Bands und viele unserer Freunde sind Straight Edge, das war aber nie ein Thema.



Eure Musik klingt nach THE STOOGES und THIN LIZZY, das ist recht ungewöhnlich, wie hat sich euer Sound entwickelt?

Joseph:
Nun, ungewöhnlich finde ich diese Einflüsse nicht. In den Achtzigern hörten sich die Bands viele verschiedene Alben an und gaben dem Gehörten ihre persönliche Note. Einige der Gruppen aus den Sechzigern wurden von Blues inspiriert und arbeiteten sich von dort aus voran. Dies gilt ebenso für viele Punks. Wir hören uns viele Stile an, von Blues über Hardrock bis hin zu Soul oder eben Punk. Ich sehe auch keinen Grund, meinen Musikgeschmack zu begrenzen, und versuche, so viel gute Musik wie nur möglich zu entdecken. Diese Einflüsse formen wir zu etwas Eigenem um und nutzen es für RESTLESS YOUTH.

Chris: Für uns sind die Hardcore- und Punkbands der frühen Achtziger wie BAD BRAINS, MINOR THREAT, DEAD KENNEDYS, BLACK FLAG, POISON IDEA und viele mehr eine große Inspirationsquelle. Das hört man gut auf unserem Demo und der "State Of Confusion"-EP. Als wir die Lieder für das neue Album schrieben, wussten wir, dass wir uns weiterentwickeln mussten, um die Sache weiterhin interessant zu machen. Wir sind alle große Fans von Siebziger-Punk und auch von Garage-Bands, also versuchten wir einen Stilmix. Wir hören aber auch alten Blues und Soul, Sechziger- und Siebziger-Rock, aber eine direkte Inspiration für das Songwriting sind diese Einflüsse nicht.



Wo genau seht ihr die Unterschiede zu "State Of Confusion"?

Joseph:
Einige der Lieder auf der Full Length hätten ebenso auf "State Of Confusion" sein können, aber wir haben versucht, mehr Dynamik reinzubringen und wir wollten unseren Sound durch unterschiedliche Tempi auch abwechslungsreicher gestalten. Darin liegt der Hauptunterschied zu "State Of Confusion". Darüber hinaus wollten wir über die Art der Aufnahmen eine Live-Atmosphäre schaffen. Die 7" klang uns zu steril, das wollten wir ändern.

Chris: Wir waren auch davon überzeugt, nicht zehn Songs lang puren Hardcore-Punk machen zu wollen. Wir spielen jeden Song, den wir geschrieben haben, noch gerne, das ist die Musik, die wir lieben und diese Motivation ließ uns "Light Up Ahead" schreiben. Klar gab es größere Veränderungen seit der 7", aber so ganz anders ist der Stil nicht, die Energie ist dieselbe geblieben.



Viele halten "Light Up Ahead" schon jetzt für einen Klassiker, wie war die Resonanz auf der Tour?

Joseph:
Die Tour war gut, weil wir sehr unterschiedliche Shows spielen konnten. Wir traten in besetzten Häusern auf, waren bei Festivals dabei, in normalen Clubs und spielten sogar in einem Strandclub. Auf diese Art haben wir vor sehr unterschiedlichem Publikum spielen können. Oft hatten die Zuschauer noch nie von uns gehört. Manchmal war die Resonanz gut, vereinzelt schienen es die Leute aber nicht zu verstehen. Es war von Gig zu Gig sehr verschieden.



Welche Message möchtet ihr vermitteln, was sagt das Album aus?

Chris:
Nun, die Gesamtaussage des Albums ist: "There is a light up ahead", diese Botschaft ist relativ offensichtlich. Natürlich passiert global gesehen sehr viel Mist, auf persönlicher Ebene ebenso. Manche Lieder befassen sich mit dem Makrokosmos, während andere wiederum die ganz persönliche Frustration ansprechen. Jenseits dieser persönlichen Ups and Downs, von dem Quatsch, den die Medien vermitteln, und den Lügen der Regierung existiert aber immer ein Lichtblick. Sei es eine Person oder eine Veränderung, was auch immer. Sucht das Positive, agiert positiv.



Eure bisherigen Labelmates JUSTICE sind jetzt bei Reflections. Denkst du, Complete Control wird davon profitieren?

Joseph:
Ich weiß nicht, ob das passieren wird, für JUSTICE ist es jedenfalls eine tolle Sache. Sie sind einfach aus dem Complete Control-Umfeld herausgewachsen, da ihre Ambitionen zusammen mit der Band gewachsen sind. Da sie nun bei Reflections Records sind, werden sie bekannter und besser werden, weil sie sich auch vollkommen auf ihre Musik konzentrieren können und sich nicht um Labels Gedanken machen müssen. Ihr neues Album wird ein weiterer Schritt noch vorne sein, soviel steht fest.



Wer macht euer Artwork und weshalb kommt mir das RY-Logo so bekannt vor?

Joseph:
Also die meisten Designs und Cover mache ich, da es natürlich Geld spart. Dreimal darfst du raten, weshalb die RAMONES auf den Covern ihrer Alben sind. Das RY-Logo kommt dir so bekannt vor, weil es ein schlechter Rip des FAITH-Logos in Kombination mit dem Logo einer niederländischen Gameshow ist.



Sonderlich enthusiastisch seid ihr eine Homepage betreffend nicht, was haltet ihr da von MySpace und neuen Medien im Allgemeinen?

Joseph:
Ha, wir haben erst kürzlich einen MySpace-Account eingerichtet, aber bisher haben wir uns eigentlich nicht darum gekümmert, eine Internetpräsenz zu haben. Nach geraumer Zeit fiel uns aber auf, dass es sehr nützlich sein kann, seine Tourdaten ins Netz zu stellen. Man bleibt so auch leichter in Kontakt mit den Leuten, die Shows veranstalten. Also ist wohl auch MySpace eine gute Sache, wobei natürlich alles auch seine Nachteile hat.



Wenn ihr etwas an der Szene verändern könntet, was wäre das?

Joseph:
Ich würde nichts verändern, weil ich nämlich gehört habe, dass in der Punk/Hardcore-Szene jeder für sich selbst denkt und ich das auch ganz gut so finde.

Thomas Eberhardt

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #70 (Februar/März 2007)

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