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Interviews & Artikel

DONOTS

Grand Münster Slam 2.0

Obwohl die DONOTS auf Wiederholungen und Neuauflagen nicht zu stehen scheinen, dies betonte zumindest Sänger Ingo Donot am Samstag, den 10. Dezember 2011 auf der Bühne der Halle Münsterland, fand der Grand Münster Slam nun schon zum zweiten Mal statt. Wer an jenem Tag ebenfalls anwesend war und halbwegs aufmerksam durch die Gänge der Halle marschierte, der hätte sogar schon das eine oder andere Plakat für das kommende Jahr entdecken können. Nachdem die DONOTS im ersten Jahr dort den Abschluss der „Long Way Home“-Tour gefeiert hatten, luden die fünf Ibbenbürener die mehr als 4.000-köpfige Menschenschar abermals zur Massenhysterie ein. Mit an Bord konnten die frisch wiedervereinten ZSK und die stets gut gelaunten Schweden MILLENCOLIN begrüßt werden. Kurz vor der Show sprachen wir mit allen drei Bands. Angesichts der 100. Ox-Ausgabe wurde das Thema „Fanzine“ etwas größer geschrieben, dennoch plauderten die DONOTS aus dem Nähkästchen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Frank Turner für ihre neue Platte. MILLENCOLIN bewiesen, dass sie aus dem Feiern so schnell nicht mehr herauskommen werden, und ZSK verrieten uns, wie es zu der „Wiedervereinigung von außen“ kam und zu einer „Revolution von unten“ kommen könnte.

Nicht nur, dass die DONOTS die Veranstalter dieses fabulösen Abends im schönen Münster waren, sie werden zudem im Frühjahr ihren inzwischen siebten Langspieler das Licht der Welt erblicken lassen. Wir finden das einen großartigen Anlass, um uns die Gebrüder Knollmann aka Ingo und Guido zu schnappen und mal nachzuhorchen, was die DONOTS zur Zeit bewegt, was sie früher mal beschäftigt hat und – nicht zu vergessen – was man von der neuen Platte erwarten darf ...

Ihr habt jetzt zwei Platten auf eurem eigenen Label Solitary Man rausgebracht. Wie ist die Bilanz?

Guido: Super! Das Grundgefühl ist gut. Du sitzt in deinem Schlauchboot und entscheidest selbst, wo du hinruderst. Es ist natürlich auch eine Heidenarbeit. Bei der letzten Platte sind wir wirklich an unsere Grenzen gestoßen. Ingo und Alex konnten kaum noch schlafen, weil sie die ganze Zeit E-Mails checken mussten. Auf der einen Seite ist es eben gut, dass du es selber machst, aber andersrum denkt man auch darüber nach, dass man die Sache angefangen hat, um Musik zu machen und nicht, um im Büro zu sitzen.

Letztens gab es ein kurzes Video mit Frank Turner zu sehen, und in dem Zusammenhang konnte man auch erfahren, dass ihr mit ihm für das neue Album zusammengearbeitet habt. Wie war es?

Ingo: Das ist ein super Typ. Ich kenne ihn über Mails schon etwas länger und auf dem Open Flair haben wir ihn persönlich kennen gelernt. Vorher habe ich ihm schon mal erzählt, dass wir ein paar Songs auf der Platte haben, die ganz gut zu seiner Stimme passen würden. Da war er sofort dabei. Wir haben ihm einen Song nach London geschickt, wo er dann Gastvocals gesungen hat. Der Song klingt mit ihm auch super, er ist aber leider nicht aufs Album gekommen, weil er einfach nicht ganz so gut war, wie der Rest und er schlägt auch in eine andere Kerbe. Weil wir aber sehr große Fans von Franks Stimme sind, haben wir ihn in Münster getroffen, als er da gespielt hat, und haben gefragt, ob er noch bei einem anderen Song mitsingt, der auf jeden Fall auf das Album kommt und noch besser zu ihm passen würde, und er meinte einfach: „Klar!“ Der Tourmanager hat bloß darum gebeten, dass wir ihn nur halbbesoffen zurückbringen. Er hat dann auch schnell noch einen neuen Song von sich aufgenommen, den er am Morgen geschrieben hatte.

Ingo hat ja gerade schon gesagt, dass Frank so gut zu eurem neuen Album passt. Heißt das, dass es generell etwas mehr in diese Folk-Richtung geht? Das klang ja auf „The Long Way Home“ schon ein wenig an.

Ingo: Das würde ich gar nicht mal sagen. Was die Songs haben, ist dieses Rauhe, wie wenn man in einer Kneipe sitzt und jemandem ’ne Kopfnuss gibt. Es sind insgesamt 18 Songs geworden, die wir aber nicht alle auf das Album packen. Die orientieren sich eher an alten Helden wie THE CLASH oder THE STREETS.

Heute Grand Münster Slam und gestern noch in der Scheune in Ibbenbüren. Woran habt ihr mehr Spaß?

Ingo: Das kann ich gar nicht sagen. Es ist schön, dass wir beides machen können. Das ist wirklich das Tollste. Wir dürfen das jetzt schon seit 18 Jahren machen, bestreiten damit unseren Lebensunterhalt und werden einfach mal fürs Rumreisen bezahlt. Ich hab hier in der Halle Münsterland mal DIE TOTEN HOSEN gesehen, das war mein erstes Konzert. Und jetzt stehst du selbst hier. Letztes Mal war schon super mit den H-BLOCKX, und jetzt sind MILLENCOLIN und ZSK dabei, das ist Wahnsinn. Dieses Mal sind auch noch 1.000 Leute mehr da als 2010. Das wächst und wächst.

Bald kommt die 100. Ausgabe vom Ox. Haben Fanzines in eurer Jugend eine Rolle gespielt?

Ingo: Ganz sicher sogar. Ich find’s ein bisschen schade, dass es heute mehr in Richtung E-Zines geht. Die gedruckten Zines in den Neunzigern fand ich einfach großartig, zum Beispiel auch das Blur.

Guido: Oder auch das Wasted Paper, das Nagel von MUFF POTTER gemacht hat.

Ingo: Plastic Bomb und Ox sind ja auch immer noch am Start. Oder auch Trust und Wahrschauer. Ich war damals auch Fan von Fanzines aus den Staaten, wie Flipside. Es macht schon auch Bock durch das Internet zu stöbern, aber die ganzen alten Flipside-Ausgaben hab ich auch noch und ich schau sie mir echt gerne an. Es ist was Schönes, das in den Händen zu halten, und sich damit die Zeit beim Kacken zu vertreiben.

Was habt ihr für Erfahrungen speziell mit dem Ox gemacht?

Ingo: Ich habe ganz viele Ox-Ausgaben zu Hause. Und ich muss auch lobend erwähnen, dass ich ganz viele Bands über die Compilations kennen gelernt hab. Ich finde es ist ein qualitativ super gemachtes Fanzine. Ich hab den Hiller auch mal kennen gelernt und er hat einen netten Eindruck gemacht. Eigentlich alle, die man so getroffen hat, euch mal eingeschlossen, waren super Leute.

Guido: Am Ox finde ich auch cool, dass die Leute so offen sind. Es gibt da andere Fanzines, wo die Leute eher so denken: „Wir haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und wir sind Punkrock und Hauptsache, meine Kolumne ist die abgefuckteste von allen.“

Ingo: Wir waren mal in Marl auf einem Ox-Festival, da haben ... BUT ALIVE, die LOKALMATADORE und SKIN OF TEARS gespielt. Eine abgefahrene Mischung. Das war von ... BUT ALIVE so ein großartiges Konzert. Da waren bei denen auch die ganzen Fans der LOKALMATADORE mit ihren Fußballschals voll am abfeiern und Wiebusch ist nach dem ersten Song so nach vorne gegangen und meinte: „Wir sind ... BUT ALIVE und wir sind St. Pauli-Fans.“ Und sofort war einfach der ganze Pit leer und alle Fußballfans weg. Großartig.

Alex Schlage & Bianca Hartmann

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #100 (Februar/März 2012)

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