Interviews & Artikel : ADOLPH AND THE PISS ARTISTS :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

ADOLPH AND THE PISS ARTISTS

Ich nehm mal an, dass ihr euch ´ne Menge Scheißdreck wegen eures Bandnamens anhören müsst. Erklär mir mal, wo der herkommt. Und erzähl mir bitte auch, wo ihr herkommt, wann habt ihr angefangen, wer spielt alles bei APA und so weiter?

Ach weißt du, eigentlich müssen wir uns überhaupt keinen Scheißdreck zu unserem Bandnamen anhören. Die Leute glauben zwar immer, dass wir das müssten, aber das stimmt nicht. Ich weiß nicht, ob sich die Leute zwar merkwürdige Gedanken um unseren Namen machen aber dann aus Angst nichts dazu sagen oder was auch immer. Auf jeden Fall ist es kein Thema. Der Name ist ein Zitat aus dem Chorus eines Songs von den VALVES, einer ´77er UK-Punkband. APA kommen aus Southside Atlanta. 1993 wurde die Band gegründet, dann lösten wir uns auf und 1996 kamen wir wieder zusammen. Seit eineinhalb Jahren besteht APA aus mir, Chet Da Bastard Knight - guitar und vocals, Stuart SOB - bass, Warren Hate -guitar und Amos Insane -drums.

Spielt ihr noch in anderen Bands? Was hat es mit TIMEBOMB 77 auf sich? Warum hast du die Band aufgegeben? Ist APA die erste Band mit der du tourst und Platten aufnimmst?

Im Moment spiel ich noch Gitarre bei den TEMPLARS und Warren spielt außerdem bei THE BREAKAWAYS, der Band seines Bruders. TIMEBOMB 77 hatte ich 1994 gegründet aber nicht wirklich aufgegeben. Es war nur so, dass die übrigen Bandmitglieder etwas völlig anderes machen wollten, was überhaupt nichts mehr mit der Musik zu tun hatte, mit der wir angefangen hatten. Also trennten sich unsere Wege und ich habe APA wieder ins Leben gerufen. Mit TIMEBOMB 77 hatte ich 1995 ´ne 7“ herausgebracht. Ich hab auch schon mal was mit ´ner Band namens THE ANTI-SOCIALS aufgenommen. Das war 1988, ist aber eigentlich nicht der Rede wert. APA ist auf jeden Fall die erste Band, mit der ich auf Tour gehe.

Beschreib mal die Szene in Atlanta. Wie ist die Stimmung dort, was die Musik angeht? Halten die Bands zusammen oder gibt es Rivalitäten und Grüppchenbildung?

Für ´ne Zeit lang hatte Atlanta wirklich die beste Szene der USA, aber in letzter Zeit geht es ziemlich bergab. Es gibt zwar immer noch ´ne Menge Bands, aber es interessiert sich keiner mehr dafür. Warum weiß ich auch nicht. Die Bands halten zusammen - verdammt, wenn du in einem von den kleinen Läden spielst, sind die anderen Bands meistens die einzigen, die es interessiert, was du tust. Es gibt keine Rivalitäten, soweit ich weiß. Vielleicht gibt´s ein paar Cliquen, aber das gehört zur menschlichen Natur, oder?

Da ihr aus dem Süden kommt: wird die Szene bei euch durch irgenwelche rechte Politik verseucht? Glaubst du, daß auf euren Konzerten mehr als der durchschnittliche Anteil an Dummbatzen herumläuft, die in der Skinhead-, Oi!-, Streetpunk- oder Wasauchimmerszene immer wieder erscheinen?

Ich kann nicht für den Rest des Südens sprechen. Aber Atlanta hat absolut kein Problem mit Anhängern rechter Politik. In Atlanta leben hauptsächlich Schwarze, und die Szene ist facettenreicher als die anderer Orte. Es gab hier schon immer viele schwarze und hispanische Skins und Punks. Das schreckt die meisten Typen ab, die versuchen, Kids für ihre rassistische Bewegung, oder was auch immer, zu rekrutieren. Es ist ziemlich schwer einen Jugendlichen zu rekrutieren, dessen Freund ein schwarzer Skinhead ist, weißt du?

Gibt es noch andere coole Bands in Atlanta, von denen ich einfach noch keine Notiz genommen habe oder einfach unbekannt oder total unterbewertet sind?

In Atlanta gibt´s noch die ANTI-HEROS, mit denen wir befreundet sind, und ich denke, die sind den meisten Punkfans schon ein Begriff. Zwei weniger bekannte Bands, die schon Platten herausgebracht haben, die man fast überall kaufen kann, sind THE BLOODY SODS und TERMINUS CITY. Andere coole Bands? Da wären noch THE BOILS, URBAN RIOT, THE KRAYS, BLIND SOCIETY, THE RELIX, THE GOONS und viele andere mehr.

Du arbeitest bei GMM. Erklär mal wie es dazu kam, und erzähl mal was zu eurer neuen CD „Zero Hour“. Was für Aufnahmen plant ihr in Zukunft?

Ich kenne Mark Noah schon seit vielen Jahren. Wir waren nicht die besten Kumpels oder sowas, wir kannten uns einfach aus der Atlanta-Szene. Den 45 Revolutions Distro betreibe ich seit 1991, hatte vorher aber noch nicht mit GMM zusammengearbeitet. Dann, an einem Wochenende des Jahres 1997, fand ich mich zusammen mit dem einsamen GMM-Angestellten Mark Noah in einer Gefängniszelle wieder. Wir haben noch dort in dieser Zelle eine Abmachung getroffen, und innerhalb eines Jahres begann ich meine Arbeit bei GMM. Deswegen war es auch selbstverständlich, unsere CD auf GMM herauszubringen. Im Moment planen wir, eine 7“ aufzunehmen, die dieses Jahr eventuell bei 45 Revolutions herauskommen wird.

Es scheint so, als ob ihr ziemlich in der Gegend herumwildert, was eure Einflüsse angeht: ihr covert einen David Bowie-Song, ihr habt euch nach einer englischen Punkrockband benannt, und ihr Typen spielt, in allgemeinen Worten gesprochen, richtig harte, kantige, punkige Aggro-Musik, mit eurer eigenen Handschrift und eurem eigenen Sound versehen. Wer schreibt die meisten Songs?

Ich schreibe die Lyrics, aber wir sind alle am Songwriting beteiligt. Auf den früheren Platten habe hauptsächlich ich die Songs geschrieben. Aber als die anderen Mitglieder vertrauter mit dem wurden, was wir machen, fingen sie an ihre Ideen beizutragen. Im Laufe der Zeit wurde die Band immer besser.

Nenn mir deine drei Lieblingsalben, ohne die du einfach nicht mehr leben könntest - die dein Leben verändert haben!

Nur drei zu nennen, ist ganz schön hart. Ich würde sagen THE CLASH „The Clash“, BLITZ „Voice Of A Generation“ und THE AVENGERS „The Avengers“. Frag mich nochmal in ´ner Stunde, und ich nenn dir drei völlig andere Alben!

Was sind deine peinlichsten Einflüsse, der Scheiß wegen dem du am liebsten im Erdboden versinken würdest, wenn andere davon erführen?

Keine Ahnung, ob das Einflüsse auf APA sind, aber ich mag so ´nen Mist wie NEW MODEL ARMY, Billy Bragg, alte U2, alte POLICE, Patsy Cline, etc.. Weiß auch nicht, ob andere das peinlich finden. Ich jedenfalls nicht.

Ox

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #44 (September/Oktober/November 2001)

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