Interviews & Artikel : TURBO AC’S :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

TURBO AC’S

Kevin Coles Lieblingsplatten

„Radiation“ heißt das neue Album der Quasi-New Yorker THE TURBO AC’S – quasi deshalb, weil Bandkopf Kevin Cole vor ein paar Jahren nach Puerto Rico übersiedelte und dort eine Pizzeria eröffnete. Die Band deshalb aufgeben? No way! Und die Pizzeria aufgeben, nur weil ein Hurricane die ganze Insel verwüstete? Hell no! Ich bat Kevin, uns aufzuschreiben, welche Platten man kennen muss, um seine Musik zu verstehen.

Okay, das ist hart, die Frage „Nenne und kommentiere fünf Alben, die man kennen muss, um zu verstehen, woher deine Band kommt“. Fünf sind eigentlich nicht annähernd genug, aber ich dachte, ich blättere mal durch meine schlechte Vinylsammlung und sehe, was ich finden kann.

AC/DC –„Highway To Hell“ (1979)

Das beste Album aller Zeiten? Möglicherweise! Ich hatte es schon lange, bevor ich den Punk entdeckt habe, und es inspirierte mich im Alter von vielleicht elf Jahren, eine Gitarre, die nur zwei Saiten hatte, in die Hand zu nehmen und Rock zu spielen! Ich habe AC/DC über alle die Jahre wertgeschätzt. Und stand immer für sie ein, wenn sich die meisten meiner Hardcore-Punk-Freunde über mich lustig machten, weil ich „Hippie-Scheiß“ mochte. Das waren die frühen Achtziger Jahre, ich glaube, es waren härtere Zeiten. Zumindest dort, wo ich war, akzeptierten Punks kaum eine andere Art von Musik.

GBH – „Leather, Bristles, Studs And Acne“ (1981)

Dieses Album hat mein Leben ziemlich verändert, mit etwa 12, 13 Jahren kannte ich schon ein wenig Clash und Sex Pistols, aber als ich diese neue Musik hörte, war ich wie weggeblasen. Ich erinnere mich, dass ich meine Clash- und Sex Pistols-Platten für GBH-, SuicidaL TENDENCIES- und Exploited-Alben verkauft habe. Für mich waren Clash und Sex Pistols damals Poser!

Misfits – „Walk Among Us“ (1982)

So tolle Musik, die bis heute Bestand hat. Ich habe immer geglaubt, dass Punkrock keine schlechte Musik ist und habe nie verstanden, warum nicht jeder die Misfits liebt. Im Alter von 14 Jahren wurde ich 1984 für vier Monate in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, hauptsächlich weil ich solche Musik gehört hatte. Irgendwie lustig, dass jetzt Misfits-T-Shirts bei Walmart gekauft werden können – ich wurde noch dafür verprügelt.

THE CRAMPS – „Songs The Lord Taught Us“ (1980)

Die Cramps hatten dann etwas später einen großen Einfluss auf mich. Die Musik ist natürlich der Killer! Aber eine Sache habe ich an den Cramps immer respektiert und bewundert, und zwar, dass sie so eigenwillig waren. Sie haben viele Coverversionen im Repertoire gehabt, aber sie haben ihr eigenes Ding daraus gemacht. Und während sie Punk, Rockabilly, Garage und Surf spielten, waren sie dann doch eigentlich nichts davon. Viel wichtiger war: sie waren die Cramps! Das habe ich mir immer auch für meine eigene Band gewünscht.

THE VENTURES – „À Go-Go“ (1965)

Ich habe diese Platte im Müll auf einer Straße in New York gefunden. Als Fan von den Dead Kennedys liebte ich Surf-Gitarren, bevor ich überhaupt wusste, was das war. Es muss in den frühen Neunzigern gewesen sein, als ich diese Platte fand. Ich liebe die Art und Weise, wie dieses Album produziert wurde, in jeder Hinsicht voll in die Fresse! Es sind hauptsächlich Cover, aber die Originale sind schon so toll. Wie auch immer, es war eine seltsame Zeit für Musik. Es schien, dass alle Punkbands, die ich geliebt hatte, versuchten, softer zu klingen oder New Wave oder irgendeinen anderen Scheiße zu spielen. Und die Hardcore-Bands, von denen wir besessen waren, bekamen fette Plattenverträge und machten plötzlich Metal. Es war eine verwirrende, seltsame Zeit. Viele meiner Freunde wendeten sich härteren Drogen zu oder brachten sich einfach um. An diesem Punkt distanzierte ich mich von den Dingen und begann zu surfen – mit dieser Musik als Soundtrack. Mein guter Freund Bob Cuomo, der früher bei Warzone war, kam eigentlich aus Long Island und hat mich zum ersten Mal zum Surfen mitgenommen. Dabei habe ich eine neue Seite meiner Persönlichkeit entdeckt. Das findet sich in allem wieder, was ich schreibe und was die Turbo A.C’s ausmacht, ebenso wie die Platten, die ich hier aufgeführt habe.

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #138 (Juni/Juli 2018)

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