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Interviews & Artikel

35 Jahre später: BOW WOW WOW - When The Going Gets Tough, The Tough Get Going (LP, RCA, 1983)

BOW WOW WOW waren eine Art „Konzeptband“ des SEX PISTOLS-Managers Malcolm McLaren mit einem wunderbaren Aushängeschild in Gestalt der Sängerin Annabella Lwin. 1980 rekrutierte er diese Formation aus drei Musikern von ADAM AND THE ANTS und der damals 14-jährigen halb-burmesischen Sängerin, die er angeblich im Norden von London zufällig im Waschsalon ihrer Eltern entdeckt hatte. BOW WOW WOW verbanden Post-Punk, Candy-Pop, African Ritual Music (speziell den Einfluss der ROYAL DRUMMERS OF BURUNDI), Zulu Jive und Tom-Tom-Drumbeats zu einer einmaligen Melange. Das Rhythmussegment afrikanischer Prägung spielte eine zentrale Rolle für ihre Musik. McLaren selbst stolperte über diesen Sound, als er eine rare Single von 1971 unter dem Projektnamen BURUNDI BLACK entdeckte, hinter dem sich der Franzose Michel Bernholc verbarg, der mit dem typischen Burundi-Drumsound experimentierte und Gitarre und Keyboards beifügte. Obwohl McLaren gerade ADAM AND THE ANTS personell zerlegte, gab er Adam Ant eine Kopie dieser Single und empfahl ihm, den Sound zu verinnerlichen, was dieser auch mit neuer Besetzung musikalisch umsetzte. Vivienne Westwood kreierte sehr gekonnt das „Mohawk girl“-Outfit von Annabella Lwin, die für dieses dritte und letzte Album der Band alle Texte schrieb. Die Jugend und die unbefangene Natürlichkeit der minderjährigen Sängerin, die nackt auf dem Cover des Debüts „See Jungle!“ (1981) der Band in einer Nachbildung des Gemäldes „Das Frühstück im Grünen“ des französischen Malers Édouard Manet posierte, inspirierte den Marketingstrategen McLaren: „Any kid of 18 I met was so self-conscious they could not relax and be themselves. That was what was so great about Annabella, she had the confidence to be herself.“

Für dieses Album, sie war gerade 16 Jahre alt, schrieb sie bereits – zum Missfallen ihrer Mutter – Texte wie „Aphrodisiac“, die von Sex unter Drogeneinfluss handelten. Die Band trennte sich Ende 1983, was Annabella Lwin aus dem NME erfuhr. 14 Tage später hatte sie allerdings als Solomusikerin bereits einen neuen Vertrag. BOW WOW WOW, die letzte Band, die McLaren als Manager begleitete, bevor er 1983 mit „Duck Rock“ (mit dem Hit „Buffalo gals“) sein erstes eigenes Album veröffentlichte, haben bis heute ihren Einfluss auf Acts wie die Sängerin M.I.A. aus London, die diesen Sound mit ihrer Version von Two Step, Dance Hall und Electro verwebt. Das damals umstrittene „See Jungle!“-Coverfoto von Andy Earl , welches – wie von McLaren kalkuliert – eine erfolglose Untersuchung von Scotland Yard nach sich zog, hängt heute in der National Portrait Gallery in London und gilt als Fotokunst. Annabella Lwin ist nach eigenem Bekunden sehr stolz darauf.

Markus Kolodziej

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #141 (Dezember/Januar 2018)

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