POISON HEADACHE

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Dass hier ausgerechnet der sonst eher auf (wenn auch überaus mächtig bollernde) Hochglanzproduktionen aus dem Hause AS I LAY DYING und WOVENWAR spezialisierte Phil Sgrosso seine Finger mit im Spiel hat, mag man angesichts dieses Gerumpels gar nicht glauben.

Und doch ist es tatsächlich so, dass die hier beteiligten Musiker schon lange vor den genannten Metalcore-Größen gemeinsame Sache machten, damals noch unter dem Banner INTERNAL AFFAIRS. Nun liegt das erste Album als POISON HEADACHE vor, welches sich durch eine Soundästhetik auszeichnet, die man insbesondere bei Bands wie ENTOMBED kennen und lieben gelernt hat.

Die zehn vorliegenden Songs stehen ganz im Zeichen des guten alten Boss HM-2-Verzerrerpedals, bollern mal rasend schnell drauflos, um dann später in einen polternden D-Beat zu verfallen oder in brachialen Moshwalzen aufzugehen, alles natürlich mit der entsprechend „dreckigen“, dennoch wuchtigen Produktion versehen.

Interessante Eckdaten: Der noch auf dem Album verwendete Bass wird live nicht durch einen vierten Musiker gespielt, stattdessen bleiben POISON HEADACHE bei zwei Gitarren, deren Signal gesplittet und zusätzlich durch einen Bass-Amp gesendet werden sollen.

Ich bin gespannt, ob das dann genauso knallt.