Reviews : STEREOLAB / Transient Random Noise-Bursts With Announcements / Mars Audiac Quintet :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

STEREOLAB

Transient Random Noise-Bursts With Announcements / Mars Audiac Quintet

Format: LP

Label: Warp

Webseite

Wertung:


2019 wird Warp Records sieben STEREOLAB-Alben in opulenten (Vinyl-)Versionen neu auflegen. Den Anfang machten nun „Transient Random Noise-Bursts With Announcements“ von 1993 und „Mars Audiac Quintet“ von 1994, es folgen „Emperor Tomato Ketchup“ (1996), „Dots And Loops“ (1997), „Cobra And Phases Group Play Voltage In The Milky Night“ (1999) im August und „Sound-Dust“ (2001) sowie „Margerine Eclipse“ (2004) im November.

Damit einhergehend wird die Band 2019 auch wieder Konzerte spielen, die ersten seit 2009. Mir liegt die Vinylversion der ersten beiden Rereleases vor, und in beiden Fällen handelt es sich um Triple-Vinyl, gut verpackt in einen Kunststoffumschlag, darin ein Klappcover mit jeweils drei 12“-Scheiben sowie einem postergroßen Beiblatt, das freilich wirkt, als habe da jemand das CD-Booklet auf LP-Größe „aufgeblasen“ – ist von der Typo her auch für ältere Semester ohne Lesebrille lesbar ...

Alle Aufnahmen wurden remastert von den originalen 1/2-Zoll-Bändern, und neben dem „normalen“ Album gibt es auf jeweils zwei weiteren LPs Alternativversionen der Songs, 4-Track-Demos und bis dato unveröffentlichte Mixe.

Für meinen Geschmack hätten es die regulären Alben getan, Hardcore-Fans wird das umfangreiche Bonusmaterial natürlich begeistern. Gegründet hatten sich STEREOLAB, deren „Kernteam“ Tim Gane und Lætitia Sadier (mit unverwechselbar samtigem Gesang auf Französisch und Englisch) darstellen, 1990 in London.

Krautrock, Sixties-Pop und Post-Rock verbanden die beiden, die lange ein Paar waren, zusammen mit wechselnden Musikern zu einem Gesamtkunstwerk, das auch politisch-philosophische Texte umfasste.

Zehn Alben wurden von 1992 bis 2010 veröffentlicht, ich beschrieb sie mal als „spacig-fluffigen Lounge-Pop“, der „beinahe schon spacerockige Ausflüge“ unternimmt, „um dann wieder in soundscapehafte Sphären zu entfliehen“.

Und weiter stellte ich fest: „Beeindruckend ist hier einmal mehr die Treffsicherheit, mit der die britische Formation ihre wunderbaren Harmonien zaubert, ohne jedoch in die Beliebigkeit von Easy Listening abzugleiten.“ Mit dieser Beschreibung bin ich auch heute noch zufrieden, wobei nicht alle Alben gleich stark sind.

„Mars Audiac Quintet“ ist mit Sicherheit das stärkste Album – faszinierend, wie gut dieses Werk gealtert ist. Wer die Band bislang übersehen hat oder seine alten CDs ersetzen will, sollte sein Erspartes hier investieren.

Und vielleicht darf man ja auf ein neues Album hoffen ...

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #144 (Juni/Juli 2019)

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