SVALBARD

The Weight Of The Mask

Drei Jahre sind seit der letzten LP vergangen und mit dem Wechsel zu Nuclear Blast erscheint nun das vierte Album. Nach den ersten Tönen dachte ich: „BRUTUS in Metal“. Neben dem harten Shoegaze kam dann noch ganz viel mehr dazu – Post-, Modern und sonstiger Hardcore, etwas Death Metal und so fielen mir VENOM PRISON oder sogar STICK TO YOUR GUNS ein. Neun recht lange Tracks sind auf dem Album bei 45 Minuten Spieldauer, der Aufbau ist aber sehr variantenreich und Langeweile kommt überhaupt keine auf. Bei „November“ lassen durch den schönen ruhigen Gesang und die atmosphärische Musik, die im letzten Drittel von Geballer durchbrochen wird, OATHBREAKER grüßen. Die Texte sind klar formuliert, sie handeln überwiegend vom Kampf mit sich selbst, gegen die eigenen Depressionen, und veranschaulichen es sehr gut: „I am too depressed to show you how depressed I really am“. Da hat jemand eigene Erfahrungen gemacht oder verdammt viel Ahnung davon. Im letzten Song „To wilt beneath the weight“, meinem Favoriten, heißt es dann aber, dass einem wohl nichts anderes übrig bleibt, als die Zähne zusammenzubeißen. Ganz genau. Alles in allem fühlt sich die LP an, als würde man im Winter in eine kalte Hütte kommen, das Feuer anzünden und unter eine Decke kriechen. Und wenn es dann warm wird, sind SVALBARD da. Nach Tori Amos die erste Band, bei der ich heulen musste. Alter. Was soll da noch kommen?