
„Het Pact“ erzählt die Gräuel und den Wahnsinn, in die sich die Familie De Vis verstrickt hat, und erweckt Folklore aus Belgien im Metal-Gewand zum Leben. Die zwölf Minuten, die A THOUSAND SUFFERINGS bespielen, beginnen gewöhnungsbedürftig. Der träge Beginn verströmt die Ästhetik von Doom Metal, stimmlich mischen sich CIRCLE OF OUROBORUS und DEFTONES. Die erste der beiden flämischsprachigen Bands aus Belgien legt falsche Fährten und nimmt sich Zeit, bevor die Zügel angezogen werden. Bestialisches Gekeife leitet über in einen Black’n’Roll-Blackout. Diese Spielart nehmen auch KLUDDE auf, die vor allem sprachlich noch einen Schritt weiter gehen und ihr „Slecht geldj“-Doppelpack in einem Dialekt aus Ostflandern, Herkunft der Familie De Vis, vortragen. Die Verwurzelung im Crustpunk ist offenkundig, allerdings ist sie von der düsteren Melodieführung des Black Metal überlagert. Auf „Het Pact“ sind zwei stilistisch ähnlich gelagerte Bands verewigt, die eine jeweils eigenwillige Perspektive auf familiäre Gewalt einnehmen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Henrik Beeke