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ALTE KINDER

Unter freiem Himmel

Ich erinnere mich gut an den ersten Release von ALTE KINDER. Faszinierend war dieser gut gemachte Indiepop mit assoziativen PETERLICHT-artigen Texten, die qualitativ sehr hoch anzusiedeln waren, schon damals. Irritierend waren nur ein paar ausgedehnte Gitarrensoli, bei denen ich mich gefragt habe, wie die da reingekommen sind. Nun also ein neues Album. Das Gitarrengewutzel ist weg, es bleiben zehn Songs, die auf gute Art an diverse Bands der Hamburger Schule erinnern. Da die großen Zeiten dieser Szene nunmal vorbei sind, ist es gerade gut, wenn es Bands gibt, die daran anknüpfen. Auch wenn die Musik an sich angenehm entspannt daherkommt, ist das sperrige Element der Gesang. Da erinnert vieles an die Monotonie von Bob Dylan, zuweilen auch an Sven Regener von ELEMENT OF CRIME. Produziert ist das natürlich alles glasklar und auch sehr gut gespielt. So eine Band bräuchte eigentlich die Aufmerksamkeit von viel mehr Menschen, die auf die hier genannten Referenzen stehen. Ich weiß, dass es diese Menschen noch in großer Zahl gibt, ob sie jemals was von den wunderbaren ALTE KINDER hören werden, das weiß ich leider nicht. Hoffe es aber.

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