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AUTOZYNIK M

Bodensatz

Aah, ich mag den Aufkleber „Polka, Pathos, Punkrock“, der dieser LP beiliegt. Schubladen sind immer noch nichts für die Münchener, die mal hier, mal dort wildern, Bläser einsetzen, wo es gefällt, Schubladen auf- und wieder zuziehen, um in keinem Stück zu klingen wie in dem davor. Wie bei der letzten LP wird das volle Programm geboten. Polka, Irrsinn, BEN RACKEN, Erwachsenenpunk ohne Hektik, EA80-Reminiszenzen, Sozialarbeiterworkshop, FAMILY*5 und längst vergessene Kindersendungen mit Trompete. Alles zusammen mündet dann mehr oder weniger wieder in dem, was wir mal unter Punk subsumieren konnten, bevor irgendwelche Sektierer das alles auseinanderpflücken mussten, um sich zurechtzufinden. Der Löwenanteil wurde von Hals Maul von EA80 in Mönchengladbach aufgenommen und um drei Stücke auf LP-Länge ergänzt. Die Bläser geben dem ganzen Sound etwas Besonderes. Keine Sorge, kein Ska, mehr die WORLD/INFERNO-Schiene, mit einer gewissen Erhabenheit. Okay, das Mastering könnte etwas dicker sein, aber dafür gibt es ja Lautstärkeregler. Klappcover, orangerotes Vinyl, ich mag so was und kann das absolut goutieren.

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