
Da habe ich im letzten Ox noch geschrieben, dass in Schweden die guten Bands quasi auf den Bäumen wachsen, nd schon liegt wieder der nächste Beweis in Splattered-Vinyl auf dem Plattenteller. BASTARDES begannen als Nebenprojekt von Stefan, Sänger bei CITY SAINTS, und Arild, Gitarrist der TROUBLEMAKERS. Das zweite Album wurde nun mit einem neuen Bassisten eingespielt, Mårten von THE LIPTONES, und an den Drums sitzt seit 2023 Daniel von BOMBFORS. Das Ergebnis sind zwölf Songs, melodischer Streetpunk mit englischen Texten, persönlich, aber auch kritisch. Wehmut über an Drogen verlorene Freunde, die klare Aussage, den gewählten Way of Life des Punk weiterzugehen und dabei laut zu sein. „No Glory“ ist nicht nur die gewollte Hommage an COCK SPARRER, sondern auch die schwedische Antwort auf die Briten. Dabei sind BASTARDES kein Abklatsch, keine Kopie, sondern haben ihren ganz eigenen Sound gefunden. Klingen da RANCID durch und dort ROSE TATOO? „Wild young and free“, na ja, jung eher nicht und Bock auf die „Boys in blue“ haben sie auch immer noch nicht. Stattdessen „Raise your voice“, „A pint of beer“ und die alte Punkrock-Crew! BASTARDES gelingt es außerdem, die Spannung über die gesamte Länge zu halten und mich immer noch zu fesseln, etwas, das vielen Streetpunk-Bands – auch COCK SPARRER – schon lange nicht mehr gelungen ist.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Triebi Instabil