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BEE BEE SEA

Stanzini Can Be Allright

Mit Garage-Psych im Herzen und Powerpop-Melodien auf der Zunge verdingten sich BEE BEE SEA aus dem norditalienischen Castel Goffredo seit 2015 zunächst als reine Sixties-Epigonen, fanden über die Distanz von fünf Alben und einer Handvoll Singles aber zusehends zu einem ganz eigenen Sound, einem derben, sonnenversengten Teen-Punk-Lamento mit dem Fuzz-Pedal auf Anschlag und Pop-Melodien, die einen so schnell nicht loslassen. Waren DOW JONES & THE INDUSTRIALS 1980 mit „Can’t Stand The Midwest“ so etwas wie Pioniere des Egg Punk, THE GIZMOS ein Jahr später mit „The Midwest Can Be Alright“ Wegbereiter für spröden, biermuffigen Punkrock-Boogie, da wäre es vielleicht etwas vermessen „Stanzini Can Be Allright“ mit ähnlicher Gravitas im Punk-Kanon zu verorten, aber so viel Aufhebens machen BEE BEE SEA sicherlich nicht um sich selbst, sondern geben sich in dieser Traditionslinie mit dem selben Verve einer auf Genrekonventionen pfeifendem Songwriting hin, das zwischen Noise-Attacken, Räucherstäbchen-Klangfolgen und grellen Hooks changiert. Highlight hierbei ist sicher die dreiteilige Mini-Oper aus „It’s all about the slow music“, „... the music“ und „... fast music“ in der Mitte des Albums, die dem selben Song drei verschiedene Anstriche und damit ganz eigene Leben verpasst und damit bezeichnend ist für die stilistische Versiertheit von BEE BEE SEA.

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