
BIG STROKE existieren zu meiner Überraschung schon seit 2010. 15 Jahre später veröffentlichen sie mit „Trümmererben“ nun ihr erstes Album. Vermutlich einer der Gründe, weshalb ich sie überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Humor beweisen die vier Herren schon einmal bei ihrer Namensgebung. Aus der Not heraus benannte sich die Band beim ersten Auftritt nach dem Schriftzug auf der Bassdrum des Schlagzeugers. Da hätte es durchaus schlimmer kommen können. Das Album dagegen bekam seinen Titel klassisch von einem der darauf enthaltenen Songs. Davon sind auf „Trümmererben“ satte 15 Stück vertreten. Diese sind zum großen Teil sehr melodisch und eingängig, was ein Markenzeichen der Band ist. Darin enthalten sind Ausflüge in den Rock, Ska und zum Teil auch härtere Gefilde, was für Abwechslung im soliden, punkrockigen Sound sorgt. Im Mittelpunkt der Texte steht der Ernst des Lebens mit allen seinen angenehmen und herausfordernden Seiten. Überzeugen können dabei vor allem die schnelleren und punkigeren Titel, wie „Gute alte Zeit“, „Heute hier“, „Du bist Punkrock“ oder „Bergauf“, die allesamt eine positive Aufbruchsstimmung vermitteln. Balladen wie der Titeltrack „Trümmererben“packen mich dagegen nicht. Jedoch wird hier die Bandbreite von BIG STROKE aufgezeigt, wodurch das Album trotz der großen Titelfülle an Kurzweiligkeit gewinnt.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Sven Grumbach