
Mit „The Light We Chase“ präsentiert die australische Melodic-Hardcore-Band BLOOM ihr zweites Studioalbum. Es ist ein Werk, das tiefer geht als alles, was die Gruppe bislang veröffentlicht hat. Die Songs sind ein musikalisches Spiegelbild emotionaler Krisen und thematisieren zerbrochene Beziehungen, Vertrauensprobleme und den Kampf gegen Hoffnungslosigkeit. Entsprechend intensiv und eindringlich fallen die Stücke des Quintetts aus Sydney aus. Das eingeflossene Herzblut ist über die gesamte Spielzeit hinweg deutlich erkennbar. Nach dem bereits überzeugenden Debüt von 2024, „Maybe In Another Life“, legen BLOOM noch eine Schippe drauf und überführen ihre teils widersprüchlichen Gefühle in kontrastreiche, aufwühlende Tracks, mit denen man sich identifizieren kann, weil man sich in ihnen wiederfindet. Die Band versteht es, persönliche Erfahrungen in musikalische Emotionen zu übersetzen, ohne dabei an Authentizität zu verlieren. Dass es mal atmosphärisch-fragil, mal melodisch-positiv gestimmt, dann wieder chaotisch-heftig oder rücksichtslos bratzig zugeht, versteht sich fast von selbst. Die Australier haben schließlich die gesamte Bandbreite ihrer Gefühlswelt vertont. Aber keine Sorge, es wird mitunter auch hymnisch und eingängig, BLOOM halten immer die richtige Balance zwischen Härte und Melodie. Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 touren BLOOM mittlerweile mit beliebten Größen wie THORNHILL, OCEAN GROVE, SILVERSTEIN, THURSDAY, MISS MAY I, POLARIS oder MAKE THEM SUFFER. Spätestens mit diesem kraftvollen Werk sind BLOOM auf Augenhöhe mit den Genannten angekommen und fest in der internationalen Szene verankert. Die Gastbeiträge von Jack Bergin (VOID OF VISION), Mikaila Delgado (YOURS TRULY) und Patrick Miranda (MOVEMENTS) setzen das letzte i-Tüpfelchen auf das in jeder Hinsicht überzeugende „The Light We Chase“.
© by Fuze - Ausgabe #115 Dezember 2025 /Januar 2026 2025 und Arne Kupetz
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