
Nach drei Singles schenkt uns die Frankfurterin Michelle Hallmann nun die erste EP ihres One-Person-Projekts CELESTIELLE und liefert bei aller Unscheinbarkeit ein kleines Juwel ab. Mit der Unterstützung von Gastmusikern an Drums, Akustikgitarre, Violine und Flöte wurden hier sieben Songs erschaffen, die allesamt zu begeistern wissen. Black/Doom Metal nennt sie selbst den Stil und trifft den Nagel damit perfekt auf den Kopf, wobei es hier gelungen ist, diese beiden Richtungen so zu kombinieren, dass sich nicht sagen lässt, wo ersteres aufhört und das zweite beginnt. Mahlende Gitarrenwände erschaffen eine düstere Soundlandschaft, die gelegentlich von dezenten Blasts angeschoben werden. Die Gitarren dürfen natürlich kratzen und sind nicht künstlich aufgeblasen, was den Charakter der Musik nur unterstreicht. Stimmlich überzeugt sie ebenfalls, versieht Michelle doch jeden Song mit wirklich schönem und ergreifendem Gesang, der auch ohne wütendes Gefauche böse genug rüberkommt. Das hier hat das Potenzial, richtig groß zu werden.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Jens Kirsch