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BETWEEN THE BURIED AND ME

Colors II

Mit ihrem zehnten Studioalbum kehren BETWEEN THE BURIED AND ME zurück zum Durchbruch ihrer Karriere. Die Parallele zum 2007 erschienenen „Colors“ zu suchen, liegt auf der Hand und spiegelt sich in altbekannten Details wider, die „Colors II“ zu einem durchweg stringenten und kohärenten Werk werden lassen. Es gelingt BTBAM erstmals seit „Parallax II“ wieder, diese gewisse Magie ihrer Musik auf voller Länge auszuschöpfen, die in Salsa-Rhythmen („Revolution in limbo“) und mittelalterlicher Folklore („Never seen/Future shock“) verpackt ist. Diese besonderen Parts fügen sich den unerwartet harten Riffs und Anspielungen auf frühere Werke der Band. So ist „The double helix of extinction“ ein Ausflug in die Zeiten von „Alaska“, während „Turbulent“ an „Coma Ecliptic“ anknüpft und „Human is hell“ letztlich klare Parallelen zum „Colors“-Schlusstrack „White walls“ aufweist. Alles in allem ist „Colors II“ wie ein großes Medley, das die Entwicklung der Band perfekt zusammenfasst und alle Stärken der Band in einem Album bündelt. BETWEEN THE BURIED AND ME legen die Messlatte erneut höher und überraschen nach zuletzt weniger starken Veröffentlichungen mit dem vielleicht überzeugendsten Album ihrer Karriere. „Colors II“ ist das beste Progressive-Metal-Album, das wir 2021 bisher zu hören bekommen haben.