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CRYSSIS

Saviour

Promo in eigener Sache läuft mit Vom Ritchie so ab: „Bist du beim Ruhrpott Rodeo?“ „Ja, klar!“ „Dann lass uns treffen, ich bring dir unser neues Album mit.“ Gesagt, getan – und das neue CRYSSIS-Album, bei dem Drummer-Tausendsassa Vom natürlich hinter dem Schlagzeug sitzt, hat es trocken und unbeschadet ins Ox-Büro geschafft. „Saviour“ ist das vierte Album der Band um Sänger und Gitarrist Dick York, der einst in den späten 1970ern und frühen 1980ern in UK bei der Mod-Revival-Band STA-PREST spielte. 1981 traf Vom, damals Drummer bei MIRACLE BABIES, auf Dick York und kurz darauf hatten sie mit CRY DYANN eine Band zusammen. Jahre später traf man sich wieder, und so wurde CRYSSIS 2009 von Dick und Vom Ritchie ins Leben gerufen. Das Debüt „Simple Men“ kam 2011 auf Voms Label Drumming Monkey, wo auch 2013 „Kursaal Nights“ und 2018 „1976“ erschien. Diverse Siebenzöller gab es auch, die letzten beiden kamen auch schon auf dem Hinterhof Produktionen-Label von Kumpel Roman. Markant an dem Album ist schon das Artwork im Stil einer Tattoo-Motiv-Tafel: Passend zum Titel „Saviour“ erteilt uns ein Jesus-Klon den Segen, umgeben von Rosen. Hat noch jemand einen freien Oberarm? Künstler Mariano Castiglioni würde sich sicher freuen. Auch noch im Team sind Trip Tom an der Gitarre, Thomas Schneider am Bass (FEHLFARBEN, einst auch mit Vom bei THE SPITTIN’ VICARS) sowie Laura Knapp an der Violine. CRYSSIS ist mit „Saviour“ ein zeitloses Album gelungen, durchaus mit Roots im britischen 77-Punkrock, aber auch im smoothen Mod-Pop, und das Ergebnis ist eingängiger, aber durchaus über Biss verfügender Powerpop alter Schule – hat hier jemand THE BOYS in den Raum gerufen? Bleibt ja alles in der Familie ... „Hör dir besonders Seite 2 an!“, schreibt mir Vom noch im Nachgang, und in der Tat – die B-Seite zieht noch mal ein Stück an, „In the blue“ ist ein echter Hit, und wer bei „Pretty boy“ nicht unweigerlich zu tänzeln beginnt, sollte seine Vitalfunktionen überprüfen. Sonnengelbes Vinyl, passend zur sonnigen Stimmung des Albums.

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