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DANGEROUS ANIMALS

2009 hatte der australische Regisseur Sean Byrne mit „The Loved Ones“ ein beachtliches Spielfilmdebüt zustande gebracht und trotz einer Ansammlung von Klischees des Horror- und Thriller-Genres mehr als nur einen weiteren Torture-Porn-Klon gedreht, bei dem das fröhliche Motto „Splatter unter der Discokugel“ lautete. 2015 drehte Sean Byrne den auch hierzulande veröffentlichten, leicht surrealen „Devil’s Candy“, in dem eine Heavy-Metal-Familie gegen den Teufel kämpft. Mit großem zeitlichen Abstand entstand jetzt „Dangerous Animals“, der hierzulande trotz recht deftiger Szenen mit einer FSK-Freigabe „ab 16“ erschien, für die Vorgänger gab es noch das rote „ab 18“-Siegel. Einfallslose Tierhorrorfilme mit billigen CGI-Haien kommen einem ja inzwischen wieder zu den Ohren raus und auch das Serienkillergenre ist ziemlich abgegrast, aber Byrne gelingt es auf smarte Weise, beides miteinander zu verbinden. Als zu Beginn eine eigenbrötlerische junge Surferin an Australiens Küste einen Platz sucht, um in Ruhe ihrer Leidenschaft nachzugehen, muss man ein wenig an Blake Lively in „The Shallows“ denken, die sich darin ein Duell mit einem Weißen Hai liefert. Aber „Dangerous Animals“ entpuppt sich als packender Survival-Thriller der etwas anderen Art, bei dem die Haie nur Nebendarsteller sind. Das eigentliche Monster ist der exzentrische Bootskapitän Tucker, der Touristen seine große Begeisterung für Haie nahebringt, allerdings anders als gedacht. Dieser charismatische und völlig skrupellose Psychopath wird brillant von Jai Courtney verkörpert, der in dem schwachen „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ 2013 mal den Sohn von Bruce Willis/John McClane spielen durfte. „Dangerous Animals“ erfindet dabei zwar weder das Tierhorror- noch das Serienkillergenre neu, ist aber ein ungemein effizienter Mix aus beidem.

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