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DANIEL DAVIES

Ghost Of The Heart

Daniel Davies, der Sohn von THE KINKS-Gründungsmitglied Dave Davies, hatte ich bisher vor allem als Patenkind und Kollaborateur von Regisseur John Carpenter auf dessen bei Sacred Bones erschienenen Platten auf dem Schirm. Auch Davies’ ebenfalls auf Sacred Bones veröffentlichtes Album „Signals“ von 2020 war mit seinen Ambient-Drone-Stücken eher Soundtrack-artigen Kompositionen verpflichtet, wobei der Rock-Anteil bei den Platten von Carpenter durchaus nicht unerheblich ist. In den 2000er und 2010er Jahren war Davies allerdings bereits an Platten von YEAR LONG DISASTER und KARMA TO BURN beteiligt, deren Richtung Hardrock und Stoner tendierender Sound deutlich weiter entfernt von Carpenters von TANGERINE DREAM beeinflusster Musik war. Sein aktuell bei Sacred Bones erschienenes neues Album „Ghost Of The Heart“ ist ebenfalls deutlich rockorientierter als der Vorgänger „Signals“. Parallelen zu den Platten mit Carpenter lassen sich zwar erkennen, aber Davies taucht hier mehr in den voluminösen Alternative Rock der 1990er Jahre ein, versehen mit eingängigeren Synthpop-Elementen, auch der Industrial Rock von etwa NINE INCH NAILS ist hier nicht weit. Das ist handwerklich gut gemacht und auch songwriterisch überzeugend, wirkt aber teilweise etwas anachronistisch und ein bisschen zu sehr um Perfektionismus bemüht, um wirkliche Authentizität zu besitzen. Aber irgendwas muss Davies dabei richtig gemacht haben, denn „Ghost Of The Heart“ zeigt auch nach mehrmaligem Hören kaum Abnutzungserscheinungen.

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