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DONOTS

Schwert aus Holz

Ich fang mal ganz ehrlich an. Als ich hörte, die DONOTS machen jetzt auch eine Akustikplatte, war mir das erst mal total egal. Ich habe dann ein Konzert der Tour besucht und das fand ich gut. Was die Herren aus dem schönen Ibbenbüren da so arrangiert haben, war schon besonders. Aber so richtig angezündet war ich noch immer nicht. Einige Monate später kam „Schwert aus Holz“ raus und ich war noch immer etwas unmotiviert. Doch dann saß ich im Auto, auf dem Parkplatz unseres örtlichen Fußballvereins, wartete darauf, dass das Training meines Sohns beendet ist, und brach plötzlich in Tränen aus. „Schwert aus Holz“ hat mir an diesem trüben Herbsttag mal so richtig die Emo-Keule über die Rübe gezogen. Schon der Auftakt mit dem einzig neuen Song „Allein zu allein“ ist hart. Mit verspielter Leichtigkeit bringen einem die DONOTS hier die Vergänglichkeit nahe, was wirklich ein nachdenkliches und mulmiges Gefühl zurück lässt. Weiter geht es mit altbekannten Stücken, die fast alle so umarrangiert wurden, dass sie wie neue klingen. Hier wurde nicht einfach mit der Akustikgitarre nachgespielt, was die E-Gitarre vorgab. Hier steckt viel Herzblut drin. Jedes Stück erhält dadurch noch mal eine neue Ebene der Emotionalität, was das ganze Projekt zu einem herrlichen Begleiter durch den Herbst und Winter macht. Melancholie mit Leichtigkeit und Hoffnung. Da ist es auch okay, dass das Format eines Akustikalbums etwas angestaubt wirkt, wenn das Ergebnis dann so ausfällt.

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