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DR. DREXLER PROJECT

Neoliberale Kackscheiße

Das ist der erste Release von diesem geschätzten Label, mit dem ich absolut nichts anfangen kann. Nun könnte ich einfach den Beipackzettel zitieren, wie es inzwischen fast alle Vertriebe tun, um mich aus der Affäre zu ziehen, aber das würde sich auf die Rezeption späterer Reviews auswirken. Ich habe normalerweise kein Problem mit „schwieriger, herausfordernder Musik“, wenn sie denn organisch klingt. Wenn sie so klingt, dass ich der Band ihr Unvermögen oder ihren Ritt auf irgendwelchen psychedelischen Pilzen abnehme, nur ist das hier für meine Begriffe nicht der Fall. Meist unnötig verkomplizierter Art-Post-Punk – eine Bezeichnung, die wirklich für alles herhalten kann, bei dem auch mal ein Vibraphon oder Xylophon zum Einsatz kommt, während die Gitarre das Schlagzeug umkreist. Dann ist da noch dieser sehr präsente, schräge Gesang, der stets darauf achtet, mindestens ein bis zwei Spuren daneben zu liegen, und der macht es für mich sehr, sehr schwer. Bestimmt gibt es hierfür Abnehmer, sicher auch Menschen, die das total feiern, aber wären das Freunde von mir, würde ich entweder ausdrücklich auf die Gestaltung der musikalischen Untermalung eines gemeinsamen Abends bestehen oder sehr früh nach Hause müssen, weil der Hund noch raus muss. Ich weiß, es liegt nur an mir, aber ich bin dafür einfach nicht bereit. Sorry!

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