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DRACULA - DIE AUFERSTEHUNG

2024 hatte Robert Eggers, der bereits 2015 bei seinem Spielfilmdebüt „The Witch“ sein Gespür für ungewöhnliche Horrorfilme gezeigt hatte, ein Remake von Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von 1922 gedreht. Bei „Nosferatu“ handelte es sich ja um eine getarnte Adaption von Bram Stokers Roman „Dracula“, was der Witwe des 1912 verstorbenen Autors ganz und gar nicht gefiel und die die Vernichtung des Films verlangte, was glücklicherweise nicht passierte. Eggers etwas spannungsarme Neuverfilmung ist in visueller Hinsicht recht opulent und im Prinzip eine Mischung aus Murnaus „Nosferatu“ und Francis Ford Coppolas bildgewaltigem „Dracula“ von 1992. Wirklich werkgetreu ist bis dato keine der zahlreichen Adaptionen von Stokers legendärem Roman, aber Coppola ist sicher am nächsten dran. Mit Luc Bessons „Dracula – Die Auferstehung“ („Dracula: A Love Tale“) folgt jetzt eine weitere Adaption von Stokers Dracula-Geschichte, die mittlerweile auf DVD und Blu-ray erschien. Ähnlich wie Coppola betont Besson dabei die romantischen Aspekte von „Dracula“ und so ist seine Version zum Teil ein ziemlicher dreister, mit zweckdienlicher Musik von Danny Elfman untermalter Rip-Off des Coppola-Films. Bessons „Dracula“ nimmt sich dabei insgesamt nicht mal besonders ernst, vor allem am Ende, wenn die Drolerien von Draculas Schloss mit Hilfe trashiger CGI-Effekte zum Leben erwachen. Auch wenn Bessons Version deutlich unseriöser als die von Coppola oder Eggers wirkt und eine eigene Interpretation der Geschichte liefert, besitzt der Film gerade deswegen einen extrem hohen Unterhaltungswert. Und Caleb Landry Jones’ Verkörperung des berühmten Vampirgrafen ist sicherlich keine der schlechtesten, während Christoph Waltz als recht tölpelhafter Vampirjäger erheblich zur Selbstironie des Films beiträgt.

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