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EIN HAUFEN KOMMUNISTEN - 18 Jahre in der wohl egalitärsten deutschen Band, die je eine Bühne betreten hat.

Volker Janssen

Der Roman von Volker Janssen erzählt die Geschichte der fiktiven Post-Punk-Band MUTANT COLLECTIVE, die sich 1980 in Hamburg gründet. Sänger Stefan skizziert die 18 Jahre der Band anhand von Schnappschüssen, also einzelnen Anekdoten, die sich zum einem großen Ganzen zusammenfügen. Sehr charmant ist der Beginn, wo der Abgesang auf die erste Punk-Welle mit Textzitaten aus „Part time punks“ von TELEVISION PERSONALITIES und „Public image“ von PiL angereichert wird. MUTANT COLLECTIVE wollen andere Wege gehen, finden sich langsam und werden auch schnell erfolgreich, zumindest in der BRD. Die Instrumente der frühen Jahre erinnern hier an EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, andere Szenen verweisen dann etwa auf die Frühzeit von DAF, und auch sonst dürfte die eine oder andere reale Band für die Storys Pate gestanden haben. Als MUTANT COLLECTIVE den Versuch starten, auf dem britischen Markt Fuß zu fassen, scheitern sie an der großen Klappe ihres Sängers. Auch in den USA ist der Weg nach oben steinig, aber letztendlich dennoch von Erfolg gekrönt – bis sich die Band schließlich auflöst. In den letzten Kapiteln erklärt sich auch der Untertitel, denn es ist schließlich dieser egalitäre Anspruch, der am Ende zum Bruch führt. Gut lesbar führt der Autor durch die Bandgeschichte, beschreibt interne Konflikte, die durchaus zum Rausschmiss einiger Bandmitglieder führen, Alltägliches wie den Stress auf Tour, aber auch den kreativen Prozess beim Schreiben neuer Songs. Eben das, was alle, die mal in einer Band gespielt haben, direkt wiedererkennen werden. Jedenfalls ist es mir so gegangen.

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