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EIN LEBEN IN DER ZWEITEN REIHE

Klaus-Peter Gartenfeld

Der Mann hinter dem Buch kommt aus dem oberfränkischen Kulmbach und hatte keine einfache Kindheit. Sein Protagonist heißt Robert Bonge und das Ganze ist stark autobiografisch geprägt, vermute ich. Geboren wird Gartenfeld Ende der 1970er in einem fränkischen Kaff, das Elternhaus ist geprägt von emotionaler Kälte. Prügelstrafen sind an der Tagesordnung, die Oma die Rettungsinsel. Zumindest bis zu ihrem Tod. Dazu kommt noch der Suizid eines Mitschülers. Die Rettung gibt es in Form eines Tapes. „Seventh Son Of A Seventh Son“ von IRON MAIDEN, der Soundtrack der Freiheit. Vom Taschengeld gekauft im Supermarkt. Die Lunte ist gelegt. In der Schule läuft es schlecht, von der Hauptschule in die Realschule. Irgendwann kauft Robert seine erste eigene Gitarre und gründet seine erste Band, genannt TORMENTARIUM. Pubertärer Heavy Metal. Er träumt davon, mit der Band durch die Welt zu reisen. Frauen, Drogen, Kohle. Aber wieder bremst ihn die Realität aus. Der rote Faden in seinem Leben. Ein sympathischer Verlierer, für den vorne verdammt weit weg ist. „Ein Leben in zweiter Reihe“ handelt von Scheitern und Sehnsucht und davon, wie man trotzdem irgendwann seinen Platz im Leben findet. Klaus-Peter Gartenfeld schildert, wie sein Protagonist trotz vieler Tiefschläge immer wieder aufsteht und seinen Weg geht, vorbei an Menschen am Rande der Gesellschaft. Eine Coming-of-Age-Geschichte des Antihelden Robert Bonge voller Verzweiflung und Tiefpunkte, aber auch eine Ode an die Kraft der Musik. „Ein Leben in der zweiten Reihe“ ist Gartenfelds erster Roman. Am Ende des Buchs deutet Gartenfeld eine Fortsetzung an, über Bonges Erlebnisse in Berlin. Dort lebt der inzwischen.

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