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EINER, DER AUSZOG, VON MÄRCHEN ZU LEBEN

Etwas, nein, eigentlich komplett aus der Reihe der Ulpi-Comics von Gary Odd fällt das großformatige Werk „Einer, der auszog, von Märchen zu leben“. Darin taucht Ulpi himself zwar auch auf, allerdings besteht das Buch zumeist aus Fotografien und biografischen Texten von Odd. Diese haben zumeist tagebuchartigen Charakter, Odd schildert darin, wie er versucht mit dem Verkauf der Ulpi-Comics Fuß zu fassen, in New York, Zürich oder Berlin beispielsweise. Im Gegensatz zu den schon recht lustig und skurril daherkommenden Storys seines kleinen Hauptcharakters sind die Texte hier viel ehrlicher und ungeschönter, manchmal dadurch auch recht traurig, etwa wenn es um das Thema Wohnungslosigkeit geht, die Odd immer wieder begleitet. Neben diesen Kurztexten und Fotos wird die ganze Situation auch immer wieder mit Zeitungsausschnitten dokumentiert. Das alles zeigt recht direkt, dass das Leben als DIY-Künstler:in nie einfach, oft sogar sehr hart sein kann, wenn man mit seinem Zeug den Lebensunterhalt verdienen will. Ob es Odd mittlerweile „geschafft“ hat? Zumindest ist Ulpi keine unbekannte Figur mehr und wird von vielen Menschen auf der Welt geschätzt. Und das ist ja schon ein Anfang.

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