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FRONTEX

Kills

Die Band aus Limburg spielt scheppernden LoFi-Punk, der stark an A+P erinnert oder auch an alte DDR-Bands wie BRECHREIZ 08/15. Beim Gesang ist es eine Mischung aus frühen PESTPOCKEN und SCHLEIMKEIM. Dazu kommen bitterböse Texte, die dieser Gesellschaft den verdienten kaputten Spiegel vorhalten, wie in „Gestapo 2.0“, „White Bauer“, „Querfront“ oder „Homo digitalis“. Die zwölf Songs werden durch passende Einspieler getrennt. Die Tracks auf der ersten Seite sind von der Split-LP mit KLOSTEIN, auf der anderen gibt es neue Songs. Das Artwork zeigt eine Babypuppe an einem Strand, eine Anspielung auf das Foto, das den toten Alan Kurdi zeigte, der im Jahr 2015 als Zweijähriger auf der Flucht im Mittelmeer ertrank. Das Cover wird so zum Symbol für das Leid der Flüchtlinge und für die unmenschliche Politik der internationalen Staatengemeinschaft, die den Hilfesuchenden aus Syrien oder auch anderswo sichere Wege aus dem Elend verweigerte und immer noch verweigert. So bekommt auch der Bandname in Kombination mit dem Albumtitel die richtige Bedeutung. Schwarz-rotes Vinyl.

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